Matschepatsch – Schnelles Essen

Heute ein Klassiker der schnellen Küche in unserem Haushalt: Matschepatsch… :).

Matschpatsch auf dem TellerDas Rezept ist Freestyle, aber lange erprobt und bei Kindern und Erwachsenen gleichermassen beliebt.

Zutaten:

600 g Hackfleisch (nach Euren Vorlieben)
1 grosse Zwiebel
250 g Blattspinat (TK)
250 g Reis (Eure Lieblingssorte)
Salz/Pfeffer
Gemüsebrühe
Oel/Butter
etwas Mehl
Muskat

Zubereitung:

Die Zwiebel grob würfeln, das Hackfleisch krümelig anbraten, Zwiebel kurz mitbraten und grosszügig mit Salz und Pfeffer würzen (der Reis und der Spinat „saugen“ viel weg).Zwiebeln

Nebenbei den Reis aufsetzen – wenn Ihr Vollkornreis oder einen anderen langkochenden Reis nehmt, setzt zuallererst den Reis auf!

Wenn das Hackfleisch durch ist und die Zwiebel angedünstet kommt der Spinat oben drauf, die Hitze reduzieren und einen Deckel drauf, dann taut er auf bis der Reis gar ist.Hackfleisch und Spinat

In der Zwischenzeit einen EL Mehl in etwas Oel oder Butter anschwitzen und langsam mit Brühe aufgiessen. Es sollte eine cremige Sauce entstehen – mit Muskat abschmecken.Sauce für Matschepatsch

Wenn alles gar ist, wird zuerst der Reis zu dem Hackfleisch und Spinat gegeben, alles gut vermengt und das Ganze mit der Sauce übergossen – fertig! Falls Ihr Euch wundert, dass der Spinat etwas einseitig verteilt ist… das muss so ;). Einige – eher kleinere –  Mitglieder unseres Haushaltes lehnen den Genuss von Spinat ab.Matschpatsch fertig

Ein wesentlicher Bestandteil des Matschepatsch-Essens ist das Anrichten in tiefen Tellern, wo es unbedingt mit der Gabel absolut flach gematscht und gepatscht werden muss, ehe man es essen kann!

Guten Appetit <3!

Im November

musste ich zur Kontrolle zum Zahnarzt. Zum Glück gab es keine besonderen Vorkommnisse, alles in Ordnung.

haben wir uns die Blomenburg in Selent angesehen. Falls Ihr mal in der Gegend seid – unbedingt ansehen. Zum Einen laufen dort Hirsche frei im Wald rum, die Kinder waren ganz fasziniert. Zum Anderen ist die Blomenburg wirklich hübsch und da sie leer steht, kann man sich von aussen alles in Ruhe anschauen. Angeschlossen ist ein Neubau, der zusammen mit der Burg ein Technologiezentrum werden sollte, nun aber als Insolvenzopfer dort einfach leer rumsteht. Das Ganze hat so eine ganz eigene Stimmung, ein bisschen wie in einem Endzeitfilm, was aber auch an dem übermässigen Schauen von Walking Dead liegen kann ;).

„durfte“ ich zu Kontrolle ins UKSH. Diesmal ging es schnell und schmerzlos. Ich hatte keine Anliegen, die Wartezeit war so kurz, dass ich mich erschrocken habe, als der Doc mich aufrief ;). Mein Arzt hat sich nun in den Ruhestand verabschiedet, die Abteilung bekommt einen neuen Chef und ich komme zunächst zu einer Kollegin. Wir werden sehen – aber erst im Mai!

hat Kind 3.6 das erste Mal bei einem Freund übernachtet und die Gastmutter ein wenig in Stress gebracht, indem er seine Brille irgendwo verbummelte ;), nach einer recht umfangreichen Suchaktion fand sie sich wieder an

buk ich Baumkuchenkekse – lecker und schon alle und braute ein baileysartiges Gesöff, auch lecker und noch Restbestände vorhanden 😉

hatten wir die sogenannten Echolotgespräche in der Schule der Kinder. Das soll eine Standortbestimmung in der Mitte des ersten Schulhalbjahrs für die Kinder sein. Sie sollen reflektieren wie es bisher lief, was gut ist und was vielleicht ein Ziel zum Halbjahr wäre. Die Eltern dürfen dabei sein und wir haben uns mit einem Marathon von drei Gesprächen an einem Nachmittag ein langes freies Wochenende erarbeitet ;).

waren wir zu einer Lesung von Dennis Gastmann, der aus seinem Buch Atlas der unentdeckten Länder * sehr unterhaltsam las und dazwischen noch viel unterhaltsamer von seinen Reiseerlebnissen erzählte – sehr gut 🙂

gab es wieder eine Lieferung von Hello fresh, diesmal mit Stir fry, Pute mit Wurzelgemüse und mit Pilzen gefüllten Nudeln in Gemüse – lecker!

stellte ich den Adventskalender für das Kalenderwichteln im Rabenforum fertig. Ich mache wohl schon zum dritten oder vierten Mal mit, aber es ist dann doch immer mehr Aufwand, als man denkt und ich bin dann erleichtert pünktlich abliefern zu können!
Man bekommt ein Wichtelkind zugewichtelt, kann es anonym zu seinen Wünschen und Vorlieben befragen und bastelt dann einen Kalender, der einen Wert von ca. 20 Euro haben soll. Das Ganze sollte dann möglichst vor dem 1.12. beim Wichtelkind heil angekommen sein. Und dann kann man ausschnaufen und sich über seinen eigenen Kalender freuen ;).

bastelte ich noch vier weitere Adventskalender, für die lieben Kindelein und das Hausmeisterchen

haben wir ein paar letzte Gartenarbeiten erledigt. Das Laub wird irgendwie nicht weniger… könnte an der grossen Eiche hinter unserem Grundstück liegen ;). Aber der Eingangsbereich ist jetzt endgültig komplett und in allen Details fertig – yeah!

waren der Hausmeister a. D. und ich in der Stadt, erledigten ein paar Offline-Weihnachtseinkäufe und aßen bei Peter Pane. Es gab feine Burger (sehr lecker), der Laden ist hell und nett und auf der Toilette werden einem Märchen vorgelesen :).

fand das Anleuchten bei den Nachbarn statt (wo im letztes Jahr der Hausmeister a. D. und etliche Nachbarn am nächsten Tag an heftigen „Kopfschmerzen“ litten, die Polizei nach dem Rechten sah und ich mitten in der Nacht Männer nach Hause und Frauen in ihre Betten brachte…) Dieses Jahr war es gemässigter *ggg*.

schmückte ich das Haus ein bisschen und wir feierten den erster Advent mit einem ruhigen Sonntag Zuhause und ein bisschen Frischluft tanken am Strand von Laboe

ging ich gleich nochmal zum Zahnarzt und lächle nun ein wenig heller 😉

 

* = Affiliate-Link

Wie es ist – wenn Tage verloren gehen

Manchmal verliere ich Tage. Immer wieder einmal. Meist aus heiterem Himmel.

Von Jetzt auf Gleich geht es mir schlecht. Schwindelig, bauchgrummelig, müde, Kopfdruck, verspannt, schwach.

Nicht der große Schmerz. Nicht die konkreten Symptome von diesem und jenem. Nichts deutlich benennbares.

Aber deutlich schlechter als sonst. Schlechter als in der Alltagsfunktionität. Zu schlecht für Normalität.

Ich mache dann nur das Nötigste. Liege rum. Versuche die Kinder beschäftigt zu halten. Sitze es aus.

Danach liegt dieser Tag oder liegen diese Tage im Nebel. Die Erinnerung ist verschwommen, weit weg. Wie ein Tag vor langer Zeit oder wie ein Ereignis, von dem man so oft hörte, dass man nicht mehr sicher weiß, ob man dabei war oder nicht.

Nachtrag: Ein Beitrag, den man erklären muss, ist ein schlechter Beitrag…
Nach einigen Reaktionen bei Facebook (die ich teilweise sogar gelöscht habe) und nachdem der Beitrag auch hier zu Hause falsch verstanden wurde: 
Es geht mir nicht um vertane Zeit, um „carpe diem“ oder den Anspruch auf perfekte Tage. Es geht darum, dass diese Tage im Nachhinein schwammig sind, im Nebel, nicht greifbar, wie nicht richtig erlebt, wie ein Anekdote, die man sehr oft hörte, aber nicht selbst erlebte. 

In der Reihe „Wie es ist“ schreibe ich ganz persönliche, teilweise auch emotionale Beiträge über mein Leben mit Lupus und/oder chronischer Erkrankung. Mir geht es darum, Nicht-Lupis unseren Alltag näher zu bringen und Lupis aufzuzeigen, dass sie nicht allein sind, dass sie „normal“ sind.

#12 von 12 – Im November

Ein Monat ist so schnell vorbei – wir sind wieder am 12. angelangt :).

Der Tag beginnt früh, um 7.00 genauer gesagt. Wir wollen nach Neumünster ins Schwimmbad fahren. Also stehe ich als Erste auf und mache mich fertig.
Morgens vorm Spiegel

Zum Frühstück gibt es Cerealien nach Wunsch, Müsli oder – für mich  – eine Käsestulle, Tee und meine Medis; Cortison und Azathioprin wie immer, dazu derzeit relativ viele Nahrungsergänzungsmittel. Das ist übrigens das erste Brot am Morgen seit langem – mein Magen wird laaaaangsam besser und ich esse nur noch Alltags Breichen ;).Kasestulle

Um 8.30 sind wir alle fertig, das Auto allerdings noch nicht. Es war frostig in der Nacht und wir dürfen kratzen. Bevor wir Richtung Neumünster fahren, müssen wir zunächst Kind 2.10 und seine Freundin im Nachbardorf abholen. Die beiden haben eine Übernachtung“party“ veranstaltet und kommen jetzt mit uns zum Schwimmen. Auto Freikratzen

Die Zeit beim Schwimmen vergeht heute sehr schnell – das hatten wir auch schon anders… 😉 und nach dem Schwimmen ist vor den China-Nudeln – nomnomnom!Bügel im Schwimmbad

Im Einkaufscenter gibt es die obligatorischen Nudeln, auch das Gastkind schlägt sich tapfer durch unsere Rituale. Wir essen mit Aussicht!
Ausblick Neumünster

Anschliessend gucken wir noch ein wenig durch die Geschäfte, erledigen einige Besorgungen und machen uns dann auf den Heimweg. Für meinen Wichtel-Adventskalender im Rabenforum benötige ich noch ein paar Kleinigkeiten – Tiger hilft!Gedöns vom Tiger

Wir liefern das Gastkind zuhause ab und fahren selbst nach Hause. Die kleinen Katzen bekommen ihr Mittagessen und alle chillen ein wenig vor den jeweiligen Daddelgeräten.

Ehe es zu gemütlich wird ;), scheuche ich meine Männer nochmal raus. Ich war zulange nicht am Wasser und benötige eine Portion Seeluft und Aufs-Wasser-gucken.Sonnenuntergang

Wir laufen am Strand und am Möltenorter Hafen entlang, die Sonne geht unter, es ist nicht besonders windig und sehr angenehm zum Rumlaufen. Nur die Kinder sind ein wenig ausser Rand und Band, kabbeln sich die ganze Zeit und sind insgesamt zu laut. Warum  Kinder ohne Lautstärkeregler ausliefert werden, werde ich wohl nie verstehen!
Hafen Möltenort

An der Seebadeanstalt kommen wir auch vorbei und gedenken bibbernd der kalten Schwimmstunden im Sommer.Seebadeanstalt

Zum Abendessen gibt es für die Kinder die Reste der selbstgebauten Burger von gestern (saulecker waren die) und für uns Putenbrust mit Wurzelgemüse, Thymiansauce und Walnüssen aus  der monatlichen Hellofresh-Lieferung – auch sehr lecker! Pastinaken habe ich zuletzt in dem Babybrei von Kind 1.10 gegessen und fand das eher – äh – unlecker… So wie heute würde ich sie aber sofort wieder essen.Pute mit Wurzelgemüse

Nun machen die Kinder sich fertig, die Grossen werden noch lesen oder Hörspiele hören, ich tippe an meinem Computer rum. Und dann wird der Abend auf der Couch enden, mit einem Glas Wein und vielleicht noch einem Film. Deshalb endet mein heutiger Beitrag mit einem alten Bild und dem Ausblick in die (abendliche) Zukunft ;).Vino

An jedem 12. des Monats sammeln viele Blogger 12 Momente ihres Tages ein und veröffentlichen die Bilder anschließend. Hier bei Caro findet Ihr eine genauere  Erklärung und eine Linkliste aller Teilnehmer.

Magenschonkost-Frühstück – Schnelles Essen

Ich doktere ja nun schon seit einiger Zeit mit meinem Magen herum. Das erste Mal im Sommer, dann war einige Wochen Ruhe, jetzt plagt er mich wieder. Nachdem ich mich ein bisschen belesen und mich mit meiner Hausärztin besprochen habe, lehne ich eine Magenspiegelung (vorerst) ab und versuche erstmal  meinen Magenschutz loszuwerden… Es mag paradox klingen, aber der dauerhafte Gebrauch von Protonenpumpenhemmern (wie Pantopranzol, Antra, usw.) ist in vielerlei Hinsicht mit Vorsicht zu geniessen und für den Magen nicht immer gut. Zu den Details belegt Euch lieber selbst ;).

Langer Rede, kurzer Sinn: man kann das Zeug nicht einfach absetzen, so dass ich im Moment reduziere und nebenbei allerlei Magenschonendes zu mir nehme: Teechen und Breichen und Gedünstetes… Was man halt so macht. Deshalb stelle ich Euch meine Frühstücksalternativen vor:

Overnight-Oats

Zur Zeit sehr hip, man findet überall Rezepte mit Flocken hübsch angerichtet in Einmachgläschen ;).
Das Prinzip ist aber einfach und schnell nachzumachen.
Man weicht Flocken seiner Wahl über Nacht in einer Flüssigkeit seiner Wahl ein, stellt das Ganze in den Kühlschrank und peppt es morgens mit Obst, Nüssen, Honig oder ähnlichem auf.
Ich bevorzuge gemischt kernige und weiche Haferflocken mit Mandelmilch und mache das Ganze auch noch kurz warm (Mikrowelle…). Obendrauf schnippele ich mir das Obst welches beim Pausenbrot machen übrig geblieben ist :).Porridge mit Früchten

Porridge

Auch gerade sehr populär…  Hat man das Einweichen am Abend vergessen, kocht man seine Flocken in Milch oder Wasser auf und verzehrt sie dann mit… was auch immer: Obst, Honig, Agavendicksaft, Sirup, Nüssen, Kernen, Samen, Kakao, pur.Frühstück

Fertigbrei

Im Zuge der Ernährungsumstellung versuche ich basischer zu essen. Dabei ist mir eine  Flockenmischung RAPUNZEL Bio Frühstücksbrei Basen-Balance, 2er Pack (2 x 500 g) * untergekommen, die ich ganz lecker finde. Die Mischung ist nicht gerade billig, aber total ergiebig. Ich esse von dem 500 g Paket jetzt seit einer Woche und es ist noch nicht einmal halb leer. Auch hier gibt es bei mir Mandelmilch und Obst dazu.

Im Oktober

Im Oktober waren wir zu einem Treffen der Hausmeister-Familie im Ferienpark in Linstow. Wir haben viel gegessen, geredet, geschwommen, gebowlt und getrunken. Immer wieder faszinierend sind die Kinder, die sich monatelang nicht gesehen haben können und trotzdem genau da weitermachen, wo sie das letzte Mal aufgehört haben :).

war ich mal wieder beim Friseur (und bin nicht zufrieden – nur damit das auch mal dokumentiert ist ;))

bekam Kind 3.6 eine Geige, der Unterricht wird in der Schule stattfinden, ich hoffe, er wird daran eine Weile Spass haben

haben wir die Hallenbad-Saison eröffnet und – alten Traditionen folgend – anschliessend Nudeln beim Chinamann gegessen

musste ich meine Blutwerte mal wieder kontrollieren lassen

habe ich Hello Fresh getestet und für eingeschränkt gut befunden 😉

hatte Kind 3.6 seine ersten Schulferien und wir alle konnten zwei Wochen länger schlafen 🙂

haben wir einen Kürbis geschnitzt

hat Kind 1.12 sich die Haare blau gefärbt… 

In den Ferien haben wir ein bisschen was unternommen: wir waren in Husum bei den Krabbentagen, in Nordstrand und Schleswig. Haben im Kino Burg Schreckenstein gesehen, bei Ikea gefrühstückt, sind am Selenter See rummarschiert und haben uns über die leere Blomenburg gewundert (dort kann man übrigens Hirsche rumlaufen sehen). Die Kinder hatten einen Daddeltag und hatten anschliessend Quadrataugen und ich habe mich einen Vormittag in den Indoor-Spielplatz gesetzt – gähn ;).

Am letzten Ferientag-Wochenende sind wir noch einmal gen Norden gefahren, haben uns in Langballig mit Hot Dogs gestärkt und sind über Schönhagen und Damp wieder Richtung Heimat gefahren. 

Wie es ist – chronisch krank zu sein (was Fotos nicht zeigen)

Ich möchte heute ein bisschen darüber schreiben, wie es ist chronisch krank zu sein. Was es mit einem macht. Was einen unterscheidet.

Ich zeige Euch hier ja gern meine #12von12 oder was wir in einem Monat alles so gemacht haben. Da ist nichts geschönt, ich stelle auch keine Fotos, das mache ich mit Absicht, auch wenn es anders vielleicht manchmal *hübscher* wäre. Ich zeige meinen Alltag, so wie er wirklich ist. Trotzdem kommt manches nicht rüber. Gerade die lupusspezifischen Einschränkungen sind schlecht im Bild einzufangen oder in einem Halbsatz zu beschreiben.

Ihr seht keine Bilder von meinem unruhigen Schlaf. Wie ich nachts wachliege, an die Decke starre, Mann, Kind und Katzen beim Atmen zuhöre, aufstehe, herumwandere, das Internet am Handy von vorn bis hinten durchlese, um dann irgendwann endlich wieder einzuschlafen.

Ihr seht nur wenige Bilder von den Abenden auf der Couch, wo ich kaum zur Konversation fähig bin und nur noch meine Ruhe möchte und es gleichzeitig bedauere, so passiv zu sein.

Ihr seht kaum Bilder mit Freunden, weil da eigentlich keine mehr sind. Ich habe mich in den ganz schlimmen Phasen von allem und jedem zurückgezogen, war nicht in der Lage Freundschaften zu pflegen. Mit  den Jahren bin ich auch nicht gerade aufgeschlossener geworden und tue mich heute sehr schwer „richtige“ neue Kontakte zu knüpfen. Man trifft sich über die Kinder, die Schule, usw., aber sonst… Ich bin dankbar, dass ich einige Kontakte über das Internet halten konnte und weiter pflegen kann <3!

Ihr werdet keine Bilder von mir aus der Zeit zwischen 1993 und 2000 finden. Weil es keine gibt. Weil ich 7 Jahre lang ohne Diagnose mich von Arbeitstag zu Arbeitstag gehangelt habe und keinerlei Ressourcen für ein Leben ausserhalb von schlafen, essen und arbeiten hatte. Weil mich kein Arzt ernst nahm und mich krankschrieb und ich einfach nur meine Existenz sichern musste.

Ihr werdet kein Bild sehen, wo ich entspannt zum Arzt gehe. Mein Verhältnis zu Ärzten ist misstrauisch, angespannt und schwierig. Ich habe bis heute keinen Arzt getroffen, der einfach einmal meine Schilderungen ernst nahm und ihnen nachging. Immer mussten erst schwerwiegende Symptome oder massive Veränderungen im Blutbild vorliegen, ehe etwas passierte. Ich kann auch nicht die 7 Jahre vergessen, in denen ich als Simulant und Weichei hin- und hergeschoben wurde. Es gelingt mir nicht, mit Ärzten so zu kommunizieren, dass ich ernst genommen werde.

Ihr könnt auch keine Bilder von all den Dingen sehen, die ich gerne machen würde, aber nicht machen kann. Sport zum Beispiel, einfach Radfahren, an den Strand gehen und nicht als erstes nach Schatten suchen, heimwerken. Mich im Garten austoben bis die Arbeit erledigt ist und nicht bis mein Körper erledigt ist. Mit den Kindern Trampolin springen.

Man kann keine Bilder von der beruflichen Perspektivlosigkeit machen. Es ist nicht fotografierbar, wie man mit eingeschränkter Leistungsfähigkeit, Fehlzeiten, körperlichen Einschränkungen, der psychischen Belastung durch chronische Krankheit am „normalen“ Erwerbsleben (nicht) teilnehmen kann.

Ihr werdet auch keine Bilder von meinem gestörten Verhältnis zu meinem Körper finden. Der schmerzt und spinnt, immer neue Symptome bildet, sich verändert. Mir Angst und Schrecken einjagt, selten zeigt, was ihm eigentlich wirklich fehlt. Den ich misstrauisch beäuge, in der ständigen Erwartung neuer Miesepetrigkeiten.

Ihr werdet auch keine Bilder von der sozialen Ausgrenzung finden. Die herrührt aus der häufigen Unfähigkeit an Veranstaltungen teilzunehmen, auszugehen, zu networken, in Kontakt zu sein. Man kann nicht fotografieren, welche Anstrengung grössere Feiern, Konzerte und ähnliches mit sich bringen. Auch die Berührungsängste der „gesunden“ Menschen mit chronisch Kranken, gar noch jungen Menschen, sind schwer zu zeigen.

Ihr werdet weiterhin Bilder sehen, wie ich meinen Alltag gestalte. Wie ich ein buntes Leben führe, obwohl manche Dinge nicht so gehen, wie ich es gerne hätte. Ich zeige Euch unser Leben mit den Kindern, unseren ganz normalen Alltag, der mitunter mit angezogener Handbremse funktionieren muss. Ich hoffe, Ihr habt Spass daran <3!

Unterschrift

 

Kennt Ihr eigentlich… den Lieferservice „hello fresh“?

Ich habe den Lieferservice „hello fresh“ getestet (freiwillig und auf eigenen Kosten – keine Werbung ;)).

Als Lupi ist Einkaufen ja immer ein löffelfressender Extraposten auf der To-do-Liste, de eh schon immer viel zu lang ist. Ich hab auch nicht immer tolle Ideen, was man nun wieder kochen könnte. Dann soll es abwechslungsreich und gesund sein sollte und im Idealfall auch noch den Geschmack von allen fünf Familienmitgliedern treffen. Gar nicht so einfach ;)!

Hello fresh liefert wöchentlich 3 oder 5 Mahlzeiten, welche man für 2 oder vier Personen bestellen kann. Es gibt eine Box mit klassischen Menüs (auch speziell für den Thermomix) und eine mit vegetarischen Mahlzeiten. Zusätzlich kann man sich eine Obstbox bestellen. Die Preise sind – naja – mittelprächtig. Die kleinste Box (2 Personen/3 Mahlzeiten) kostet 39,99 (das sind 6,67 €/Mahlzeit), die grösste Box (4 Personen/5 Mahlzeiten) 89,99 (4,50 €/Mahlzeit).

Geliefert bekommt man dafür 3 – 5 komplette warme Gerichte mit allen benötigten Zutaten. Die ausführlich beschriebenen Rezepte liegen der Kiste bei, man kann sofort loskochen.

Testwoche 1

Es wird

  • Rindersteak mit geschmorten Tomaten, Rosmarin-Ofenkartoffeln und Rucolasalat
  • Jamies Tandoori-Hähnchen mit pikantem Reissalat
  • Trofie-Pasta mit rotem Pesto, frischem Basilikum und Parmesan

geben.

Das Paket des Lieferservices wird von UPS zum Wunschtermin geliefert. Man kann auch einen Ablageort oder einen Nachbarn angeben, falls man keinen geeigneten Lieferzeitpunkt findet.

Das Paket entspricht einer grösseren Amazon-Lieferung. Beim Öffnen fällt die durchdachte Verpackung der Lebensmittel auf. Alles hat seinen Platz, nichts purzelt durcheinander. Die kühlpflichtigen Lebensmittel sind sehr gut und kühl verpackt.

Rindersteak mit geschmorten Tomaten, Rosmarin-Ofenkartoffeln und Rucolasalat

Als erstes Gericht gibt es die Steaks – die Kinder werden wenig begeistert sein ;), aber da müssen sie jetzt durch. Von den Ofenkartoffeln mache ich halt ein paar mehr!
Die Zutaten sind frisch, appetitlich und komplett. Die Zubereitung ist sehr detailliert beschrieben und leicht nachzuvollziehen. Ich mache wirklich ein paar mehr Kartoffeln, die Gerichte sind ja für 4 Personen, ausserdem werden die Kinder die Steaks vermutlich nicht essen.
Fazit: das Essen war lecker und alle Zutaten in bester Ordnung. Für Steaks mit Salat und Kartoffeln hätte ich jetzt nicht unbedingt die Kochbox benötigt, das koche ich auch so öfters mal. Ansonsten bin ich zufrieden und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist auch völlig okay.

Jamies Tandoori-Hähnchen mit pikantem Reissalat

An Tag 2 mache ich das Tandoori-Hähnchen. Einzelne Kinder schöpfen Hoffnung, dass es auch ihnen schmecken könnte ;).
Ich habe den Hähnchenfilet-Anteil ein bisschen aufgestockt. Dennoch stimmt das Verhältnis für unseren Bedarf nicht. Vom Reissalat haben wir reichlich über, Fleisch hätten alle gern noch ein bisschen mehr gehabt ;). Kind 1.12 bemerkt, dass ich doch ohne Hello fresh viel leckerer kochen würde *g*. Ihm hat der Reissalat nicht geschmeckt und jetzt freut er sich auf die Nudeln.
Fazit: den Erwachsenen hat auch dieses Gericht geschmeckt. Mir als Koch war der Schnippel-Aufwand im Verhältnis zum Ergebnis fast ein bisschen zu hoch. Und es hätte etwas mehr Fleisch und etwas weniger Reis sein können.

Trofie-Pasta mit rotem Pesto, frischem Basilikum und Parmesan

Am letzten Tag unserer ersten Box gibt es Nudeln, da kann ja eigentlich nicht so viel schief gehen (aus Kindersicht).
Das Gericht ist schnell gekocht, es ist wesentlich weniger Geschnipsel als gestern. Das Pesto ist lecker, die Nudeln in Ordnung. Der Mehrheit der Kinder schmeckt es. Es sind zuviele Nudeln, auch für 5 gute Esser. Der Rest passt.
Fazit: einfaches leckeres Gericht, hohe Zutatenqualität, könnte man aber auch ohne Lieferservice schnell und einfach kochen ;).

Der wöchentliche Lieferrhythmus passt nicht so gut zu unserem Alltag. Wir haben beschlossen uns zunächst im vier Wochen Takt  weiter beliefern zu lassen und ach einer Weile neu zu entscheiden, ob es eine Erleichterung im Alltag ist oder doch nicht so gut zu uns passt ;).

Wenn Ihr die Hello Fresh Kochboxen ausprobieren und Eure Kochzutaten per Lieferservice bekommen möchtet: die ersten drei, die mir ihre Mail-Adresse senden bekommen eine Gratis-Kochbox. (Ich gebe diese Adressen an Hello-Fresh weiter, welche Euch dann anschreiben werden!).
Wer dafür zu spät dran ist 🙂 kann ein Test-Abo (wirklich ganz unkompliziert kündbar) bestellen und dabei den Code 3UABBA eingeben. Dann bekommt Ihr eine Ermässigung von 20 € für die erste Lieferung.

#12 von 12 Im Oktober

Schon wieder der 12. – diesmal im Oktober: Zeit für #12von12!

Der Tag beginnt um 6.00, meine Schlaf- und Wecker-App zeigt es klar an: ich hab nicht so richtig gut geschlafen. Heute plagten mich Krämpfe im Fuss – Lupus ist echt ne Wanderpest!Schlafapp

Mein Frühprogramm besteht aus Frühstück für die Kinder machen, Frühstück für die Katzen machen, Geschirrspüler leeren, Brotdosen füllen und gucken, dass alle alles mitnehmen: Sportsachen, Instrumente, Jacken, Fahrkarten…Pausenverpflegung

Danach gibt es normalerweise Frühstück für mich, aber heute muss ich noch ein bisschen fasten, um nüchtern zur Blutentnahme zu gehen.Blutabnehmen

Nun auch Frühstück für mich (und endlich meine Medis) und ich erledige noch kurz die wichtigsten Sachen, ehe ich zum Friseur gehe und meine Haare wieder in einen anständigen Zustand versetzen lasse ;).Haare ab

Ich springe noch kurz in den Supermarkt um Eis für den Apfelkuchen später zu kaufen und hole mein Paket ab.Supermarkt

Zuhause versucht der freche Jungspund-Kater der alten Katzendame näher zu kommen. Er ist einfach frech ;). Aber man kann bestenfalls von widerwilliger Toleranz sprechen.Bibi und Toby

Kind 3.6 sammele ich um 13.30 am Anleger ein, die beiden Grossen um 15.15, dank Regen kommen alle in den Genuss des Mama-Taxis 😉 und ich darf ein bisschen aufs Wasser gucken.AnlegerZwischendurch trinke ich gegen das Frieren, das mich irgendwie heute schon den ganzen Tag begleitet, einen Chai-Tee – schmeckt nach Weihnachten… Chai

Am Nachmittag fahren wir mit Kind 3.6 nach Kiel. Er bekommt beim Geigenbauer seine (Leih-) Geige für den Instrumentenunterricht an der Schule verpasst. Er ist sehr stolz und nur schwer wieder vom Instrument zu trennen. Leider legt sich das erfahrungsgemäss spätestens dann, wenn sie üben müssen :). Geigenkind

Zum Abendessen gibt es Gulasch mit Spätzle. Das habe ich gestern schon gekocht, so habe ich heute nicht viel Arbeit und es schmeckt am zweiten Tag sowieso viel besser.Gulasch

Die Kinder veranstalten ein riesiges Chaos und Gestreite rund ums Tisch abräumen, so dass ich schliesslich alle nach oben schicke und selbst aufräume. Dafür ist dann heute halt sehr früh Feierabend, auch nicht sooo schlecht ;).2.10 Zimmer

Später werden wir noch den Rest vom Apfelkuchen zum späten Nachtisch essen, dazu wird es Vanilleeis geben – nomnomnom. Morgen ist schliesslich wieder Fastentag.Apfelkuchen

Das war es für heute – ich wünsche Euch einen schönen Abend und eine gute Nacht 🙂Unterschrift

An jedem 12. des Monats sammeln viele Blogger 12 Momente ihres Tages ein und veröffentlichen die Bilder anschließend. Hier bei Caro findet Ihr eine genauere  Erklärung und eine Linkliste aller Teilnehmer.

Apfelbatzen – Schnelle Küche

Da mich die Apfelflut aus dem Garten gerade überrollt und ich in diesem Monat schon Apfelmus, Apfelmarmelade, Apfelkuchen, eingefrorenen Äpfeln und Apfelsaft zubereitet habe, gibt es nun

Apfelbatzen

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Die gehen wirklich fix, schmecken lecker (auch gleich warm aus dem Ofen!), man kann sie zu Buffets besteuern, zum Frühstück mitgeben oder zum Kaffee reichen – multifunktional :)!

Zutaten für den Teig
200 g Magerquark
100 ml Rapsöl
Mark einer Vanilleschote
100 g Zucker (brauner Zucker geht auch gut ;))
300 g Weizenmehl (ich nehme Dinkelmehl, das funktioniert auch ganz wunderbar)
1 TL Backpulver
Drei mittelgroße Äpfel

Zucker-Zimt-Mischung (nach Bedarf angemischt) – ich nehme immer nur Puderzucker

Zubereitung
Zuerst den Ofen auf 180° C vorheizen (Umluft).
Den Quark und das Oel mit Zucker und dem Mark der Vanilleschote verrühren (ich mache das mit der Küchenmaschine – schont die Gelenke…)img_3492

Das Mehl mit dem Backpulver vermischen und gründlich unter die Quark-Öl-Masse kneten.img_3493

Die Äpfel waschen, ggf. schälen (nur wenn es nötig ist, das Rezept funktioniert auch gut mit ungeschälten Äpfeln) und in grobe Stücke schneiden.img_3494

Die Apfelstücke unter den Teig kneten, er bleibt eher feucht und klebrig, aber das ist genau richtig so.img_3495

Die Batzen abteilen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen, man kann dazu zwei Esslöffel nehmen oder einfach mit den Händen matschen.img_3496

Für 25 min bei 180 ° Umluft backen, leicht gebräunt sind sie genau richtig!

Noch heiss mit Zimt-Zucker oder Puderzucker bestreuen. img_3497

Lasst es Euch gut schmecken!