Wie es ist – Alltag mit Schmerzen

Es ist 6:58, ich liege in der Wanne und warte, dass die Extradosis Cortison endlich wirkt = Lupi-Leben.

Es begann gestern nachmittag, ganz langsam schlich sich der Schmerz ein. Erst in den Knien, drückend und nervig. Dann kam die rechte Hand dazu, die Finger werden steif, jede Bewegung schmerzt. Schliesslich schloss sich die linke Schulter noch an, hier eher akut brennend bei Bewegung. Jetzt sind die Schmerzen wieder so toll verteilt, dass ich in die merkwürdigsten Schonhaltungen verfalle und zu den Gelenkschmerzen sehr schnell Verspannungen und Krämpfe kommen.

fullsizerenderIch muss mein Programm fertig bekommen. Die grossen Kinder müssen zum Sport gebracht, das kleine Kind vom Freund abgeholt werden. Ich mache artig Small-Talk mit der Freundes-Mutter, das kleine Kind zerrt an meiner schmerzenden Hand – schreien käme jetzt wohl merkwürdig rüber.

Endlich zuhause! Zum Glück habe ich Mittags schon vorgekocht, das mache ich selten, hatte ich wohl im Gefühl. Durch die Verspannungen bekomme ich Kopfschmerzen. Ich denke über Aspirin nach, traue mich aber nicht. Meine  gerade ausgeheilte Gastritis hat nachhaltigen  Eindruck hinterlassen. Ich versuche es mit Entspannungsübungen, verdrehe die Augen, ob der Sinnlosigkeit. Koche Reis, decke den Tisch. Höre mir die Erzählungen von Kind 3.6 an, bin unaufmerksam, gereizt, abgelenkt vom Schmerz.

Die grossen Kinder und der Hausmeister a. D. kommen nach Hause, obwohl ich froh bin, meine Lieben um mich zu haben, ist mir alles zuviel. Der Krach, das Geklapper, das Durcheinandergerede.

Ranzen werden gepackt, ich versuche mich zu konzentrieren. Waschen, kämmen, hier ein Wehwehchen, dort eine vergessene Hausaufgabe. Ein Schatzkiste soll mitgebracht werden… wir finden eine Lösung. Meine Knie sehen ganz unschuldig aus, fühlen sich aber an, als würden sie gleich explodieren.

Ruhe, ich trinke ein Glas Wein, wir schauen ein bisschen fern, reden kurz, aber ich bin unaufmerksam, in der Lupi-Welt. Fokussiert auf Schmerzbekämpfung.

Vor 22.00 bin ich im Bett, lese nur kurz, überlege, was ich morgen alles streichen kann. Finde keine gute Lösung. Der Schlaf ist unruhig, ich kann schlecht liegen, werde oft wach. Bei jedem Aufwachen das vorsichtige In-sich-hinein-horchen, wie es um den Schmerz steht…

Um 6.00 ist die Nacht vorbei, viel Zeit zum Horchen habe ich jetzt nicht. Ich schalte auf Automatik, mache Frühstück für die Kinder, richte Pausenboxen, versorge die Katzen und mache schliesslich mein eigenes Frühstück. Zu meinen üblichen Pillen „gönne“ ich mir eine Extradosis Cortison, anders geht das heute  nicht. Die Knie drücken noch immer, die Hand ist besser, aber nicht schliessbar, die Schulter immerhin wieder brav.

Ich räume den Geschirrspüler noch aus, die Kinder sind nun fertiggemacht. Wir packen das Proviant an, suchen Jacken und Schuhe, verabschieden uns – der Hausmeister  a. D. begleitet sie zum Anleger.

Ruhe!

Ich gehe in die Wanne, liege im warmen Wasser und warte, dass das Cortison seine Arbeit tut.

Wie es ist mit Löffeln hauszuhalten

Praktische Anmerkungen zur Löffeltheorie

Viele von Euch kennen sicherlich schon die Löffeltheorie. Es ist die anschaulichste und beste Erklärung, wie es ist mit Lupus zu leben, die ich kenne.

Nun wird in dem Text schon vieles genannt, was uns Löffel kostet oder kosten kann. Der ganze Alltagskram vom Ausstehen und Fertigmachen, über den Haushalt, die Kinder, die Arbeit, den Stress, das alles in seine Details zerlegt und durchgerührt. Ihr alle kennt das!

An all dem kann man nicht viel ändern oder man optimiert es halt soweit es geht und versucht mit allem was übrig bleibt bestmöglichst zurechtzukommen.

Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass man – mit normalen Kräften ausgestattet – oft vergisst, dass ein Lupi anders denken und agieren muss. Auch kann ich mir vorstellen, dass es oft nervt, pingelig erscheint. Dass es einfach lästig ist, darauf Rücksicht zu nehmen – echt jetzt! Mich nervt es auch – total!

Was mich aber zunehmend beschäftigt, belastet, umtreibt, sind

Die unnötigen Löffelfresser:

Vieles in unserem Haushalt ist rationalisiert. Ich habe die Dinge gern da wo sie hingehören.  Dann muss ich sie nicht suchen, womöglich treppauf oder treppab laufen und rumtragen. Gern benutze ich Haushaltsgeräte um meine Gelenke zu schonen und ich gestalte Abläufe so, dass ich sie auch an schlechten Tagen leisten kann. Für mich sind auch kleinere Aufgaben echte Aufgaben (und meist sind sie dann doch nicht so klein). Ich teile meine Zeit gut ein, damit ich nichts in letzter Minute machen muss.  Ich hasse es, wenn jemand das boykottiert, verniedlicht oder einfach ignorant oder gleichgültig oder faul ist (weil es ja mein „Tic“ ist oder ich mich da so „anstelle“ oder meine „Eigenheiten“ habe oder man es ja auch morgen oder nächste Woche machen kann oder es doch eigentlich egal ist oder ich mich anstelle). Dann verniedlicht, boykottiert, ignoriert man auch meine Erkrankung, meinen Umgang  und mich.

Ich würde mir wünschen, dass gesehen wird, wenn ich Over-level-Aktionen mache, wie zuviel Sonne, arbeiten, trotz Arbeitsunfähigkeit, zu wenig Schlaf, Zusatzaufgaben durch Reisevorbereitungen, Feiern, Gäste usw. Und man mich unterstützt, dass Gleichgewicht wieder herzustellen oder es gar nicht erst ausser Kontrolle geraten lässt.
Solche Aktionen sind ja oft mit positiven Dingen besetzt, also man feiert, hat lieben Besuch, unternimmt etwas Tolles, verreist, was auch immer. Wenn man dann schon mit einem Löffeldefizit startet oder am Ende ohne Löffel vor einem Haufen Chaos steht, nimmt das sehr viel vom Spass an der Sache.

Und fast so gern, wie  ich Ärzte mag, die gesicherte Diagnosen in Frage stellen, mag ich Aussagen, dass etwas – Schmerz, Ausschlag, Schwellung, irgendein Symptom – nicht so schlimm ist oder nicht so schlimm aussieht oder bald wieder weggeht oder jemand, das ja auch mal hatte, ich mich mehr oder weniger bewegen solle, mich anders ernähren oder mehr schlafen solle. Sofort stelle ich mich und meinen Umgang mit dem Lupus infrage und vermute, dass man denkt, dass ich mich „anstelle“, vor lauter Schreck lass ich alle Löffel fallen und bin den Rest des Tages nicht mehr zu gebrauchen. 

Was sind Eure Löffelfresser? Wie geht Ihr damit um?

fullsizerenderHabt einen löffelreichen Tag!

FullSizeRender

 

12von12 im September

Es ist der 12. September, Zeit für 12von12 und heute ist der Tag ziemlich voll gepackt.

Wir starten nun alle Mann jeden Morgen um 6.00, drei Kinder wollen fertig gemacht, frühstücken und drei Pausenboxen vorbereitet werden. Für ein paar Tage begleite ich Kind 3.6 noch auf seinem Schulweg mit der Fähre, am Ende der Woche wird er mit seinen Brüdern alleine fahren.img_3501

Um 7.00 sind wir an der Fähre, legen ab, die Kinder berichten sich von ihren Wochenende, als plötzlich neben der Fähre ein Delphin auftaucht! Alle sind am Fenster und er springt noch zweimal, ehe er abdreht und in die andere Richtung schwimmt. Wir haben schon öfter von Delphinen und Schweinswalen in der Förde gehört und gelesen, aber das war unsere erste persönliche Begegnung, die ich leider nicht im Foto festhalten konnte.

Ich begleite die Kinder noch bis zur Schule und mache mich dann wieder auf den Rückweg, jetzt kann ich die Überfahrt so richtig geniessen!img_3506

Danach geht es in die Autowerkstatt, das grosse Auto hatte eine Begegnung mit einem grossen Stein und bedarf der Aufarbeitung… Der Mann ist schon da und wird eingesammelt. Es geht weiter in den Baumarkt und anschliessend in den Gartenmarkt. Wir benötigen noch einiges an Büschen um unseren Grillplatz ein bisschen abzuschirmen. Auch wartet ein neues Beet  auf Bepflanzung, ehe der Girsch sich wieder durchsetzt… Rasensamen ist auch dabei und ein paar Zwiebeln, damit ich mich im Frühling freuen kann. Der Kofferraum ist voll – ab nach Hause.img_3507

Zuhause wartet die Wäsche, die Buchhaltung und eine leere Tablettenbox. Ich muss (will) nur morgens all meine bunten Tabletten nehmen und nutze den Platz in meiner Box für vier Wochen. So muss ich nicht dauernd daran denken und hab auch bei (kürzeren) Reisen keinen grossen Aufwand. Ich mach das schon seit einigen Jahren so und bin sehr zufrieden damit.img_3510

Im Garten mache ich heute nicht viel. Es ist zu warm und ich hab zuviel anderes Zeug zu tun, nur meine übersichtliche Ernte fahre ich noch schnell ein!img_3508

Zum Mittag gibt es heute nur einen Kaffee und ein paar bunte Beeren. Heute ist Montag, d. h. Fastentag, ich versuche unter 600 kcal zu essen. In den Ferien hat es mit dem intermittierenden Fasten nicht geklappt, unser Tagesablauf war einfach zu unstet. Wir haben oft spontan auswärts gegessen, ein Fischbrötchen auf die Hand oder gegrillt, das ist dann halt so. Jetzt im Alltag möchte ich aber gerne wieder fasten und bin gespannt, ob meine gelegentlich heftigen Knie- und Hüftschmerzen wieder verschwinden. Auch der Sport ist fast acht Wochen lang ausgefallen…img_3509

Dann geht es auch schon wieder los, wieder über die Förde, zwei Erstklässler einsammeln. Mein Grosser stösst auch zu uns und wir machen eine letzte Schifffahrt für heute. Leider ohne Delphinbegleitung…img_3511

Zuhause wird der Ranzen durchgesehen, die Kinder machen ihre heissgeliebte Mittagspause, was im Klartext daddeln  oder YouTube gucken heisst. Danach darf Kind 3.6 die ersten Hausaufgaben seines Lebens machen… Er muss aber nur ein Bild fertig malen, für ein malunwilliges Waldkind auch eine Herausforderung :).img_3513

Um 15.30 trudelt auch das Mittelkind wieder ein, er hat heute einen langen Schultag, wie dreimal in der Woche.

Am Nachmittag gehen wir noch kurz an den Strand, für ein kurzes Bad und ein bisschen Rumplantschen reicht die Zeit.img_3516

img_3517

Strandfundstück:img_3519

Das Abendbrot steht heute pünktlich auf dem Tisch. Es gibt Pfannkuchen, ein perfektes Kinderessen. Einen gestehe ich mir auch zu, ich muss schliesslich heute Abend noch ein bisschen durchhalten.img_3520

Wir müssen heute Abend zum ersten von drei Elternabenden in der nächsten Woche. Neue Lehrer stellen sich vor, beim Grossen und beim Kleinen kennen wir auch die meisten anderen Eltern noch nicht. Sicherlich werden auch überall wieder Elternvertreter gewählt, wer solche Ämter nicht so gerne mag, sollte dringend die Strategien des Familienbetriebes nachlesen!img_3521-1

An jedem 12. des Monats sammeln viele Blogger 12 Momente ihres Tages ein und veröffentlichen die Bilder anschließend. Hier bei Caro findet Ihr eine genauere  Erklärung und eine Linkliste aller Teilnehmer.

Habt einen entspannten Abend 🙂FullSizeRender

Im August

hatten wir endlich Ferien – den ganzen Monat :)!

bereiteten wir die Einschulung von Kind 3.6 vor

feierten wir den 10. Geburtstag von Kind 2.10 mit  Donauwelle, einem Besuch in Filippos Erlebnisgarten und Essen beim Chinesen – ganz nach seinen Wünschen

hatten wir lieben Besuch

startete Kind 3.6 einen Schwimmkurs in der Seebadeanstalt, dort kann man in der Ostsee Schwimmen lernen

fuhren Kind 1.12 und 2.10 ins Ferienlager nach Grömitz und hatten grossen Spass

bekam Kind 3.6 den ersten Haarschnitt seines Lebens, es fielen aber nur wenige Zentimeter

waren wir oft am Strand und in der Stadt unterwegs

richteten wir unsere neuen Aussensitzplätze ein

reisten die lieben Schwiegereltern an, um Haus und Katzen zu hüten

fuhren wir in den Urlaub nach Dänemark, besuchten Kopenhagen, langweilten uns ein bisschen und gaben zuviel Geld aus 😉
(Bilder folgen, wenn wir wieder zuhause sind – das WLAN ist 😶)

12von12 im August

Der Tag beginnt – trotz Ferien – früh :). Ich muss einkaufen, Kind 2.10 möchte mich begleiten. Zum Frühstück gibt es auf die Schnelle ein Toast, Tee und die Tagesration Cortison, Azathioprin und Magenschutz.

IMG_3187 (1)Nach dem Einkauf ist vor dem Einräumen – leider. Zumindest ist die Versorgung für die nächste Woche gesichert!IMG_3189

Um 11.00 beginnt die Schwimmschule für Kind 3.6. Seit einer Woche trotzt er dem mistigen Wetter und klettert Tag für Tag in die durchschnittlich 17,5 Grad kalte Ostsee und übt für sein Seepferdchen.IMG_3191

Was ich nicht verstehe: warum schicken Online-Shops Werbung per Post? Neulich hatte ich schon Postwerbung von Amazon, heute dann Limango. Ehrlich, das ist echter Spam! Eine Mail lösche ich einfach, aber hier wird Papier in Massen verschwendet.IMG_3193

Am Nachmittag bleibt es grau, es nieselt immer wieder einmal. Wir versuchen mit Pokemons, buntem Eis und frischer Luft Farbe in den Alltag zu bringen!IMG_3195 (1)Der Strand ist ziemlich verlassen, fast alle Strandkörbe sind leer.  IMG_3197 (1)

Und über die Förde zieht schon wieder das nächste Unheil auf.IMG_3199 (1)

Gegen das Grau des Tages und für mehr Farbe im August putze ich eine grosse Portion rote Johannisbeeren zum späteren Verzehr.IMG_3201

Unser Freitagsritual beinhaltet Brötchen mit Wunschbelag – das ist höchst kompliziert, Wurstesser gegen Käseesser, gesalzene Gurken gegen ungesalzene Gurken, Obst gegen Rohkost usw. usf. – es gilt ein komplexes Regelwerk zu beachten!IMG_3203

Die Brötchen werden vor dem Fernseher verspeist – eine ansonsten sehr verpönte Angelegenheit 😉 und wir gucken gemeinsam alte Serien, zur Zeit „Die Rückkehr der Märchenbraut“.IMG_3205

Draussen wird es schon dunkel *grmpf*, ich hasse es, wenn die Tage wieder kürzer werden. Die Kinder ziehen sich in ihre Zimmer zurück, es kehrt Ruhe ein. Ich schreibe noch meinen Blogbeitrag, bevor wir Erwachsenen uns auf der Couch treffen.IMG_3209

Als kleinen Abendsnack gibt es heute rote Johannisbeeren mit Milch und Zucker – wie früher :).IMG_3207

An jedem 12. des Monats sammeln viele Blogger 12 Momente ihres Tages ein und veröffentlichen die Bilder anschließend unter dem Hashtag #12von12. Hier bei Caro von DraußennurKännchen findet Ihr eine genauere  Erklärung und gegen Abend eine Linkliste mit allen Teilnehmern.

Ich wünsche Euch einen zauberhaften Abend (und noch ein paar sommerliche Sommertage!)

FullSizeRender

Sommerferien

Nach der stressige End-Schuljahrsphase haben wir endlich in Sommerferien. Wir wollen die Zeit natürlich nutzen: zum Entspannen, wegfahren, für die Familie, Besucher, den Garten und den Strand. Deshalb sind auch Blog-Ferien, die wöchentlichen Rubriken fallen aus.

Zur Überbrückung gibt’s einen Bericht über den heutigen Tag :)!

Kind 3.6 und ich sind momentan allein. Nachdem wir letzte Woche alle gemeinsam mit der Colorline in Oslo waren, haben wir uns diese Woche in alle Himmelsrichtungen verstreut. Die grossen Kinder sind bei den Großeltern auf Rügen, der Mann in Barcelona auf einer Konferenz und mein Jüngster und ich machen es uns zuhause gemütlich.

Wir haben schon Haus und Garten beackert, die Schuleinkäufe erledigt, die verunfallte Katze zum Tierarzt gefahren (sie ist auf dem Weg des Besserung!), das Kind verabredet und Pokemon gefangen. Leider ist das Wetter zur Zeit recht durchwachsen, aber heute soll es mal trocken bleiben.

IMG_3082

Kind 3.6 schläft zur Zeit sehrrrr lange, um kurz vor 10.00 steht er endlich auf. Wir frühstücken, machen uns fertig und packen etwas zu trinken ein.

Unsere erste Station ist die Cap San Diego, das Hamburger Museumsschiff ist zu Gast in Kiel und wir wollen uns die Gelegenheit zur Besichtigung nicht nehmen lassen. Der weisse Frachter kann normalerweise in Hamburg besichtigt werden.

Danach fahren wir auf die andere Seite der Förde und gehen in den Schrevenpark. Wir erkunden den Spielplatz , den Teich und die Umgebung.

Am Ende gibt es noch eine Stärkung bei Johns Burger – nomnomnom!

Im Juli

durften wir unseren Familienzuwachs abholen, Toby und Teddy sind schnell fester Bestandteil der Familie geworden. Nur unsere „alte“ Katze mag sich noch nicht so richtig an die kleinen verfressenen Tobewichte gewöhnen…

haben wir die Abschlussfeste der Klassen von Kind 1.12  und Kind 2.9 gefeiert. 1.12 wechselt nach den Ferien die Schule und hatte somit einen richtigen Abschied,. 2.9 wechselt von den Grundschülern zu den „Grossen“ der kleinen Lernwerft

feierte ich Geburtstag, bekam tolle Geschenke, Blumen und viele Glückwünsche <3

wurden an einem einzigen Abend das Schulkonzert von 1.12, die Zirkusvorstellung von 2.9 und die Schlafnacht von 3.6 absolviert – ich wünschte, ich könnte mich dreiteilen!

organisierte ich mit anderen Müttern den Kindergartenabschied von Kind 3.6 und wir feierten ein schönes Fest! Die Kinder schmückten sich mit Blumenkränzen und Ketten und wurden von ihren Erzieherinnen und den verbleibenden Kindern durch das blumengeschmückte Waldtor in die Schulwelt entlassen

mussten unsere Tierkinder zum Erstcheck zum Tierarzt

fingen wir viele Pokemon

besichtigten wir die AidaVita, das war wirklich interessant, wir wurden durch alle öffentliche Bereiche geführt und aßen lecker am Buffet – vielleicht machen wir irgendwann eine Kreuzfahrt

durfte ich zur Kontrolle ins UKSH, ein unspektakulärer Termin. Ich durfte gewohnt lange warten, bekam mein Rezept und sonst passierte nicht viel, nicht einmal Blut musste abgenommen werden, das hatte ich auch noch nicht. Der Prof. berichtete, dass er in Pension gehen würde und nächstes Mal seinen Nachfolger vorstellen würde – ich bin gespannt

feierte die künftige Schule aller Kinder ein grosses Sommerfest mit vielen Aktionen, einem Konzert und sogar bei allerschönstem Sommerwetter

wurde Kind 3.6 in einer sehr feierlichen Zeremonie aus dem Kindergarten entlassen und die Schulferien begannen endlich

machten wir eine Mini-Kreuzfahrt nach Oslo und besuchten den Vigeland-Park noch einmal in Ruhe. Letztes Jahr waren wir schon einmal ohne Kinder dort und durchquerten den Park im Rahmen einer Stadtrundfahrt. Dieses Mal hatte ich viel Zeit zum Schauen und Fotografieren und bin immer noch ganz begeistert von den riesigen Skulpturen. Die Kreuzfahrt ist auch sehr empfehlenswert, die Fähre gleicht einem Kreuzfahrtschiff, es gibt leckeres Essen, ein Schwimmbad, eine Show, ein paar Läden und Restaurants

verbesserten wir die Entwässerung des Grundstücks und bekamen gleichzeitig neue Eingänge und Sitzplätze gepflastert – damit sind wir mit allen grossen Arbeiten der Sanierung fertig – juchhu!

reiste der Herr des Hauses nach Barcelona zu einer Konferenz, die grossen Kinder spontan mit ihrer Tante und den Cousinen zu den Grosseltern. So standen Kind 3.6 und ich plötzlich für fast eine Woche alleine da,  eroberten neue Ecken von Kiel, gestalteten unsere neuen Aussenplätze und machten es uns gemütlich

Der Juli war ein sehr turbulenter Monat mit zuviel Pflichtveranstaltungen und vielen tollen Erlebnissen! Ich hoffe, dass im nächsten Jahr die Zeit vor Weihnachten und den Sommerferien entspannter wird. Dann gehen alle Kinder auf die gleiche Schule  und wechseln auch nicht alle gleichzeitig die Schulstufe, bzw werden eingeschult. Das Wetter war für Hochsommer eher durchwachsen. Für den Lupus aber sehr geeignet, nicht zu heiss, nicht zu sonnig, nur der Regen ewig… naja. Der Lupus selbst war artig, mehr zu schaffen macht mir mein Magen, der jede kleine Grenzüberschreitung übelnimmt. Ziemlich erschöpft bin ich in den letzten Wochen, das mag aber auch dem Programm geschuldet sein ;). Der August ist (fast) terminfrei und  ich freue mich sehr darauf, spontan und ganz nach meiner Tagesform aktiv oder passiv zu sein, bevor das Chaos im September wieder seinen Lauf nimmt :)!

#12von12 Im Juli

Der Tag beginnt um 7.00, Kind 3.6 versucht sich zu verstecken, er hat wirklich keine Lust mehr zum Kindergarten zu gehen… In 1,5 Wochen ist er fertig! Dann gibt es erstmal lange Ferien und anschliessend wird er ein Schulkind.IMG_2836

Unser Familienzuwachs, die beiden kleinen Kater, müssen zum Tierarzt, impfen und einmal durchchecken lassen ist angesagt. Die Beiden tragen es mit Fassung IMG_2840

und sind auch hinterher ziemlich entspannt. Trotzdem war die Impfung wohl anstrengend, das Toben ist bisher ausgefallen.IMG_2844

Den Rest des Vormittags verbringe ich mit dem angesammelten Papierkram (nicht im Bild: die zu bearbeitenden Mails und Schul-Nachrichten…), arbeite einen Haufen ab, nur um Mittags nach der Post einen neuen Haufen zu haben *argh*… IMG_2842

Zum Mittag gibt es eine schnelle Pizza, mit Paprika, Tomaten, Kräutern und Käse. Das mögen die Kinder und ich auch :).IMG_2846

Im Garten zeigen sich neben vielerlei Blumen nun doch auch erste andere Erfolge, es wird vermutlich 3 Tomaten geben, ausserdem ca. 10 Erdbeeren und eine Handvoll Himbeeren… Der Weg zum Selbstversorger ist dann wohl eher noch weit ;).IMG_2850

Ich löse meinen Geburtstagstisch auf und teste meinen Kolbenfüller – ich bin ganz angetan, er liegt gut in der Hand, ist aber nicht so schwer und schreibt prima – vielleicht schreibe ich jetzt mal öfter mit der Hand (oder ich mache zumindest wunderschöne Unterschriften!).
IMG_2852

Die grossen Jungs müssen zum Sport, so richtig begeistert sind sie vom WingTsun hier im Ort nicht, das Training und die Trainer in Hannover waren viel besser! Ich habe nach den Sommerferien einen Wechsel versprochen, hoffentlich finden wir noch eine gute Schule.

IMG_2854

Zum Abendbrot gibt es statt der versprochenen Spätzle mit roten Linsen auf die schnelle improvisierte Wraps. Ich habe vergessen Porree zu kaufen, so geht das doch nicht. Die Wraps sind aber auch ziemlich lecker und eins unserer Lieblingsessen, von daher leidet heute keiner und die Spätzle gibt es dann halt morgen. Hach, das sind ja 2 Rezepte die ich noch in meine „Schnelles Essen“-Serie aufnehmen kann!IMG_2856

Allabendlich muss das Haar von 3.6 ziemlich lang gebürstet, entwirrt und entwaldet werden… Waldkindergarten, Tobekind und Langhaarfrisur sind nicht immer eine gute Kombi, zumal er niemals nicht einen Zopf tragen würde. Aber nu – er jammert zumindest nicht beim Bürsten :).IMG_2859

Kind 2.9 kann sich für keine Nachtlektüre entscheiden und wird vermutlich am Ende in allen Büchern und einigen Comics gelesen haben <3!IMG_2861

Abend ist, wenn der Schmetterling gegen das Make-up gewonnen hat *seufz*. Das Licht ist gnädig, trotzdem leuchtet meine „Schnaps“nase schon wieder nervig. IMG_2864

Das war’s, die Kinder sind versorgt, die Babykatzen toben herum, die Seniorkatze schmollt in unserem Bett, vielleicht gucken wir noch einen Film oder so, dann kommt morgen der letzte Tag ohne Extratermine vor den Sommerferien in 10 Tagen – ächz. Ich freu mich diesmal wirklich sehr auf das Ende des Schuljahres!

An jedem 12. des Monats sammeln viele Blogger 12 Momente ihres Tages ein und veröffentlichen die Bilder anschließend unter dem Hashtag #12von12. Hier bei Caro von DraußennurKännchen findet Ihr eine genauere  Erklärung und gegen Abend eine Linkliste mit allen Teilnehmern.

Habt einen wunderschönen Abend

FullSizeRender

Wie es ist mit Lupus zu leben

Die letzten Tage waren turbulent, das Wetter durchwachsen, der Lupus stabil. Ich freue mich auf das unverplante Wochenende und darauf im Garten herumzupuzzeln, wozu ich in den letzten Wochen kaum gekommen bin.

Der Tag beginnt ruhig, wir frühstücken gemütlich, ich gehe in die Wanne. Meine Tabletten habe  ich genommen, mir geht es – bis auf leichte Kopfschmerzen – gut. Es ist trocken heute und bewölkt mit Aufheiterungen 😉.

Nachdem Kinder und Wäsche versorgt sind, gehe ich in den Garten und beginne das Beet zu säubern. Die Sonne kommt ab und zu hervor, ich bin langärmelig gekleidet und mit Sonnenschutz eingecremt. Ich halte etwa 30 min oder 1 m Beet durch, meine Kopfschmerzen werden stärker. Mir ist schwindelig, ich bin genervt. Ich mache noch ein bisschen weiter, hab keine Lust mich schon wieder einschränken zu lassen. Aber es hat keinen Zweck, ich muss rein. Alles dreht sich, mein Kopf tut zu sehr weh.

Nun sitze ich auf der Couch und schaue aus dem Fenster, es ärgert mich, nicht tun zu können, was ich gerne tun würde, nicht selbstbestimmt zu sein, Grenzen gesetzt zu bekommen.

Curry – Schnelles Essen

Thai-Curry

Ein schnelles Essen, das ein bisschen Geschnipsel nötig hat, dafür hier aber von allen Kindern gegessen wird 😉 – da gibt es nicht sooo viele Gerichte, die alle gleichermassen mögen!

IMG_2750

Zutaten
Oel
1 EL Sojasauce
ein fingerkuppengrosses Stück Ingwer
500 g Hähnchenbrust
1 – 2 TL rote Currypaste
1 EL Erdnussbutter
400 g Kokosmilch
2 rote Paprika in feinen Streifen
3 Frühlingszwiebeln
1 kl. Glas Bambussprossen
10 eingelegte Maiskölbchen
500 g Reis
1 TL Palmzucker
1 EL Fischsauce)
1 TL Zitronengraspaste

Zubereitung
Oel, Sojasauce und Ingwer verrühren, Fleisch kleingewürfelt 30 min darin marinieren, in einer beschichteten Pfanne anbraten und warm stellen

IMG_2741

in einer großen Pfanne 1 El Oel erhitzen, Currypaste darin anrösten, Erdnussbutter unterrühren und schmelzen lassen. Mit Kokosmilch ablöschen, Gemüse zugeben und ca. 15 min kochen lassen. Reis nach Packungsanweisung kochen. Kurz vor Ende der Garzeit des Gemüses Fleisch zugeben und erhitzenIMG_2744

das Curry mit Zucker, Salz,  Fischsauce und Zitronengraspaste abschmecken

Die Currypaste ist zwingend erforderlich, Palmzucker lässt sich sehr gut durch andere Süssungsmittel ersetzen, was halt gerade da ist. Die Fischsauce gibt noch so einen speziellen Kick, aber wenn man nicht extra eine Flasche kaufen will, kann man auch mit Salz und Sojasauce abschmecken, schmeckt auch gut! Die Zitronengraspaste kann man durch Pulver aus dem Gewürzregal ersetzen, frisches Zitronengras nehmen oder weglassen. Das Gemüse kann man gut austauschen, Brokkoli schmeckt sehr lecker, Möhren und Zuckerschoten passen auch gut. Und wer kein Fleisch isst – auch das ist optional :).

Guten Appetit!