letzte Aktualisierung am 13.08.10
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Methotrexat Methotrexat (z. B. Methotrexat "Lederle®) gehört mittlerweile auch auf die Liste der bei Lupus verwendeten Medikamente. Die Behandlung mit Methotrexat ist in der SLE-Therapie eher selten und wird zumeist verwendet, wenn eine Therapie mit Azathioprin nicht den gewünschten Erfolg zeigt oder es eine Überschneidung des Lupus mit einer rheumatoiden Arthritis gibt, also die Gelenkprobleme besonders stark ausgebildet sind. Methotrexat ist ein Zytostatika, also ein Medikament aus der Krebstherpie, in der rheumatologischen Behandlung wird es allerdings sehr viel geringer dosiert. Der Wirkstoff Methotrexat gehört also zu den Zytostatika. Diese Mittel beeinflussen den Stoffwechsel dahingehend, dass die Zellteilung bei bestimmten Zellen verhindert oder verzögert wird. Auch Zytostatika unterdrücken das Immunsystem. Methotrexat
kann den Lupus in verschiedener Hinsicht beeinflussen: Linderung der Haut- und
Gelenkbeschwerden, Verminderung der Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Steigerung
der Leistungsfähigkeit. Meist kann unter einer Basistherapie die Kortisondosis
deutlich zu reduziert werden, mitunter ist keine weitere Cortisontherapie mehr
nötig. Wie
bei jeder Basistherapie dauert es recht lange, bis man die Wirkung deutlich spüren
kann, 1 - 2 Monate sind die Regel, 4 Monate nicht aussergewöhnlich. Eine
Basistherapie, auch mit Methotrexat, muss immer langfristig durchgeführt
werden. Diese Therapieformen heilen nicht, sondern wirken nur solange sie auch
eingenommen werden. Mitunter kommt es auch bei Kollagenosen/Lupus zu Remissionen
oder langfristigen Verbesserungen, so dass die Therapie reduziert oder gar abgesetzt
werden kann. Dann kann der Arzt eine Reduktion oder ein Absetzen befürworten.
Leider muss man sagen, dass das bei unseren Diagnosen eher die Ausnahme als die
Regel ist. Wirkt eine Therapie mit Methotrexat nach 4 Monaten nicht oder nicht ausreichend, sollte Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden. Eventuell ist eine Steigerung der Dosierung oder das Umsteigen auf eine andere Basistherapie nötig. Methotrexat
wird als Tablette oder Spritze verabreicht, die Gabe erfolgt in der Regel einmal
wöchentlich. Bei
einigen Erkrankungen sollte keine Therapie mit Methotrexat durchgeführt werden
(sogenannte Gegenanzeigen): Im Zusammenwirken
mit anderen Medikamenten kann sich die Wirkung von Methotrexat verstärken. Auch bei einer Methotrexat-Therapie kann es zu Nebenwirkungen kommen: Entzündungen der Mundschleimhaut, Haarausfall, Übelkeit, Erbrechen, Fehlgeburten, erhöhte Infektanfälligkeit, Anstieg der Leberwerte. Seltener werden Ausschläge, Entzündungen der Blutgefässe, Lichtempfindlichkeit, Lebererkrankungen, verzögerte Wundheilung, Veränderungen des Blutbilds, Störungen der Nierenfunktion, Lungenentzündung, Fieber, Kopfschmerzen, Depression, Störungen der Konzentration und eine Verminderung der Samenzellen beobachtet. Um
solche Nebenwirkungen schnell zu erkennen und wirksam reagieren zu können,
sind regelmässige Kontrollen durch den Arzt nötig. In der Schwangerschaft und während der Stillzeit sollte KEIN Methotrexat eingenommen werden. Es muss während der Einnahme von Methotrexat eine sichere Verhütungsmethode gewählt werden. Eine Impfung mit Lebendimpfstoffen sollte während der Therapie NICHT durchgeführt werden. Alkohol sollte während der Therapie mit Methotrexat vermieden werden. | |||||||||||||