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Aktualisierung am 13.08.10
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SLE (systemischer Lupus erythematodes)
Lupus
erythematodes ist also eine Autoimmunerkrankung, noch dazu eine ohne "klassische"
Symptome, eine Krankheit, die sich bei nahezu jedem Patienten in anderen Symptomen
ausdrückt. Lupus zählt zu den Kollagenosen und die Ursache der Erkrankung
ist auch hier genauso unbekannt, wie bei den meisten Autoimmunerkrankungen. In
Deutschland wird die Zahl auf 45.000 Patienten geschätzt, wobei Frauen zehnmal
häufiger betroffen sind als Männer. Doch
was passiert eigentlich in unseren Körpern? Unser Immunsystem produziert
Antikörper, die sich, statt sich um Krankheitserreger, Tumorzellen, Viren,
Bakterien oder Pilze zu kümmern, gegen Bestandteile unseres Körpers
richten. Im Falle von Lupus sind es hauptsächlich Autoantikörper, die
sich gegen Bestandteile des Zellkerns richten, mitunter kommen aber auch Autoantikörper
gegen Blut- oder Nervenzellen hinzu. Die Auto-Antikörper verbinden sich nun
mit den körpereigenen Strukturen, die sie fälschlicherweise als Eindringlinge
erkennen, die Kopplung nennt man Antigen-Antikörper-Komplex oder auch Immunkomplexe.
Die Immunkomplexe lagern sich an den Wänden von Blutgefässen ab und
verursachen dort im Zusammenhang mit Proteinen Entzündungen. Durch die Durchblutung
des Körpers können die Immunkomplexe nun in jeden Teil des Körpers
gelangen und Beschwerden verursachen. Als
mögliche Symptome sind zu nennen: Müdigkeit,
Leistungsminderung, Schwäche, Konzentrationsstörungen, Lustlosigkeit,
Stimmungsschwankungen, Frösteln, erhöhte Temperatur, Kopf- und Bauchschmerzen,
Gewichtsverlust, Haarausfall, Hautveränderungen, Sonnenempfindlichkeit, Neigung
zu Allergien, Muskelbeschwerden, Gelenkschmerzen, Neigung zu Entzündungen
oder Geschwüren im Mundbereich, Depression, Wortfindungsstörungen, Zyklusunregelmässigkeiten,
trockene Schleimhäute, diffuse Schmerzen usw. Es
gibt keine eindeutigen Lupus-Symptome und ausser den genannten Allgemein-Symptomen,
können auch noch andere, ggf. organspezifische Zeichen für eine Erkrankung
vorliegen. Neben den geschilderten Allgemeinsymptomen klagen Lupus-Patienten
am häufigsten über Gelenkbeschwerden, Hauterscheinungen, Lymphknoten-Schwellungen,
Rippenfellentzündungen und Blutarmut. Weitere, nicht so häufige
Symptome sind: Nieren- oder Lungenprobleme, Herzbeutelentzündung, Nervenbeteiligung,
Leberprobleme, Augenentzündung, Milzvergrösserung, Herzmuskelentzündung.
Diagnosemöglichkeiten
Da es kein eindeutiges Laborparameter oder Symptom zu Bestimmung eines Lupus
gibt, hat man die sogenannten ARA-Kriterien (1982 von der American Rheumatology
Association) festgesetzt. Um die Diagnose SLE zu stellen, müssen mindestens
vier der ARA-Kriterien erfüllt sein, wobei die Befunde und Symptome nicht
gleichzeitig auftreten müssen. 1. Gesichtserythem 2. diskoid-erythematöse
Hautveränderungen 3. Lichtempfindlichkeit 4. Schleimhautentzündungen
5. Gelenkentzündungen, -schmerzen oder -ergüsse 6. Herzbeutelentzündung
oder Rippenfellentzündung 7. Entzündung der Nieren 8. Beschwerden
des zentralen Nervensystems (z. B. Krampfanfälle, Depressionen, Psychosen)
9. Veränderungen des Blutbilds, wie Verminderung der roten Blutkörperchen
(Anämie), der weissen Blutkörperchen (Leukozytopenie), der Blutplättchen
(Thrombozytopenie) oder der Lymphozyten (Lymphozytopenie) 10. immunologische
Befunde, Nachweis der folgenden Befunde im Blut: LE-Zellen, Antikörper gegen
DNS, Antikörper gegen Sm, Antikörper gegen Kardiolipin 11. antinukleäre
Antikörper (ANA) ^
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