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Aktualisierung am 13.08.10
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Ärger
mit der Rentenanstalt Silke,
aus Gütersloh, 35 Jahre
Boah,............. ich muss mir einfach mal meinen Ärger von der Seele schreiben.
Ich weiss nicht, ob das hier hin gehört, aber es muss mal raus. Also,
ich habe schon seit 1998 die Diagnose SLE mit Haut- und Nierenbeteiligung. Eigentlich
war ich schon erleichtert, dass ich doch nicht ganz verrückt bin und ich
da was habe. Nur anfangen konnte ich damit noch erstmal gar nichts und bis ich
es wusste, waren auch unzählige Arztbesuche und Krankenhausaufenthalte von
nöten. Ich hatte auch schon die Diagnose bekommen, ich hätte Insektenstiche
und ansonsten gar nichts. Naja, das ist ja nun vorbei. Nur, egal wo ich hinkomme,
ist Unverständnis gang und gebe. Bis auf meinen Nierenarzt, habe ich immer
das Gefühl, mich nimmt niemand ernst. Noch nicht mal meine eigene Familie
(Mutter, Tanten u.s.w). Habe sogar schon zu hören bekommen, dass ich die
Krankheit für meine "Faulheit" benutzen würde. So nach den
Sinne, dass ich sie dann immer einsetzen würde, wenn mir etwas nicht passen
würde. So ein Riesenblödsinn. Naja, so ist das eben. Bis von einem
Jahr war ich auch alleinerziehende Mutter zweier Mädchen. OK; mein Freund
nimmt mir wirklich viel ab, aber er arbeitet Schicht und ist somit auch nicht
immer so verfügbar, wie man es sich wünscht. Ich muss es doch alleine
schaffen, Haushalt schmeissen, Kinder fertig machen zur Schule, mit dem Hund raus
(was nichts Schlimmes ist). So manches Mal denke ich schon, meine Güte bist
du faul, nur kann ich es nicht besser schaffen, da ich immer nur müde bin
und Schmerzen habe. Fenster putzen geht nur mit Schmerzen und Betten beziehen
auch. Naja, der ganz normale Haushalt macht mir schon zu schaffen. Nun bekomme
ich noch Sozialhilfe, weil mein Freund leider geschieden ist (seine Frau hatte
ihn verlassen) und noch für 4 Kinder zahlen muss. Also ist wenig Geld im
Haus. Ok, nun sagt jeder, Mensch geh doch Arbeiten. Das habe ich auch schon hinter
mir, es klappte nichts mehr. Die Kinder mussten zu einer Tagesmutter,damit ich
arbeiten (Call-Center) gehen konnte. Die Tagesmutter hielt es aber nicht von nöten
mit meiner großen Tochter Hausaufgaben zu machen, somit musste ich nach
der Arbeit mich noch mit ihr hinsetzten und Hausaufgaben machen.Dann wartete da
aber immer noch der Haushalt auf mich, den hat ja keiner gemacht, wenn ich nicht
da war. Da ich dann aber fast nur noch Krank war, habe ich aufgehört zu arbeiten.
Das ist nun schon zwei Jahre so. Mein Arzt meinte mal zu mir, ob ich mir schon
mal überlegt hätte, gar nicht mehr arbeiten zu gehen. Klar hatte ich
das, nur wie sollte ich dann Geld in die Kasse bekommen???? OK, Sozialhilfe ist
auch nicht das, was ich mir erträumt habe, ich komme mir immer vor, wie ein
"Sozialschmarotzer", wie man so schön sagt. Dann, nach vielem
Hin- und Herüberlegen beschlossen ich und mein Arzt EU-Rente zu beantragen
und auch den Schwerbehindertenausweis. Den Ausweishabe ich fast gleich mitbekommen
mit 50% Behinderung. Die Rente wurde, wie wohl üblich, erst einmal abgelehnt.
Da habe ich dann mit dem Sozialverband Widerspruch eingelegt. Die Begutachtungsärztin
hatte noch nicht einmal den Lupus erwähnt, in ihrer Beurteilung über
mich. Das ist dem guten Mann vom Sozialverband auch gleich aufgefallen und
er hat in der Begründung richtig Dampf abgelassen. Nur genützt hat es
gar nichts. Heute kam die erneute Ablehnung. Ich könnte noch mindestens 6
Stunden arbeiten gehen ohne jedweglicher Einschränkung. Ich hätte ja
nur eine Bindegewebserkrankung mit Haut- und Nierenbeteiligung, Übergewicht
und eine Pollenallergie. Nichts, noch nicht mal ein Wort über den Lupus und
was damit alles zusammen kommt. Ich könnte platzen vor Wut, weil ich mal
wieder das Gefühl habe, die haben nichts verstanden, was da in der Begründung
von meinem Widerspruch stand. So, ich weiss nun wirklich nicht, ob das hier
so hin gehört, aber ich mal etwas Luft ablassen können. Ich kann
nicht so besonders gut schreiben, und eigendlich bin ich auch noch lange nicht
fertig, aber nun soll erst mal genug sein. Ich will ja niemanden überstrapazieren.
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