letzte Aktualisierung am 13.08.10
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Wolf, Hund, Geist, Freund, Wasser des Lebens oder sowas
Ich kenne keine Zeit, in der mein stiller Freund nicht bei mir war. Und ich kann mich weit, sehr weit zurück erinnern. Immer tapsten seine Pfoten neben mir, hörte ich sein dumpfes Plumpsen, wenn ich mich setzte und er sich zu meinen Füßen nieder rollte. Manchmal saß er staunend, seinen Blick hoch gerichtet auf mich, die ich begeistert in die Buche kletterte, noch höher hinauf und am höchsten, weil ich die Kleinste und Leichteste war. Als ich wieder auf den Boden, Rasen mit Blättern und Nadeln, kam, zerrte er heftig an mir, wollte sein Recht. Für andere war er nicht da, weil sie ihn weder sehen, noch hören und schon gar nicht spüren konnten. Sie glaubten mir nicht. In ihrem Unglauben ließen sie mich allein. Ich war gefangen in einem Tunnel aus Eis, starren Wänden und einem Weg, der in die Irre führte. Keiner hat mein Rufen gehört. Niemandes Hand drang rettend zu mir. Oft
sah ich sie andere Kinder greifen, nicht mich. Sie haben mich nicht sehen, hören
und schon gar nicht spüren wollen. Ich war es, die sich vor ihnen unsichtbar
machte. Ich musste es tun, weil sie mich ohne ihn wollten. Er war, ist, mein Herz,
mein Atem, mein Blut. Ohne ihn bin ich tot, - tot, wie nie gewesen. Durch ihn
zu sterben, heißt leben. | |||||||||||||