Antje1,
Lübeck, Jg. 1980
Diagnosesuche
Ich denke, dass es bei mir der typische Hürdenlauf war, bis endlich eine
Diagnose gefunden wurde.
Es fing vor einem Jahr in meinem Italien Urlaub an...
keinen Tag dort und schon so dicke, geschwollene Füße, dass ich keinen
Schritt mehr laufen konnte. Einen Tag später... ein tierischer Sonnenbrand
in Form eines Schmetterlings im Gesicht. Den Rest des Urlaubes hatte ich einen
soo starken Sonnenbrand auf dem Rücken, dass es praktisch eine riesige Brandblase
war. Zurück aus dem Urlaub erholte es sich wieder einigermaßen. Mein
Hausarzt verschrieb mir ein Kühlgel..!
Dann hatte ich einige Monate Ruhe.
Es fing dann wieder im November an.. mit unspezifischen Bauchkrämpfen, Blasenentzündung...
usw. Ich wurde vom Hausarzt zum Internisten, vom Internisten zum Gynäkologen,
vom Gynäkologen zum Hausarzt, vom Hausarzt zum Internisten geschickt. Heraus
kam.... Ich habe eine Magen - und Darminfektion und nebenbei bin ich auch psychisch
nicht ganz auf der Höhe. Das Problem bei der ganzen Sache war nur, dass mein
komplettes Blutbild nicht stimmte. An einem Wochenende hatte ich solche Schmerzen
im Bauch und in den Gelenken, das ich ohnmächtig wurde. Also, ab in die Uniklinik.
Die erklärten mich, nach einem 6 stündigen Szenario für kerngesund.
Dann mußte ich mich wieder bei meinem Hausarzt vorstellen. Meine Rheumawerte
waren erhöht und die Leukos im Keller.
Also ab zum Blutspezialisten.
Der fand dann innerhalb von einigen Wochen wenigstens heraus, dass es eine Kollagenose
sein könnte. Und wieder weitere Untersuchungen... Augenarzt, Darmspiegelung,
Gynäkologe... usw.
Nachdem ich dann an zunehmender Müdigkeit, komischen
Hautausschlägen, Schmerzen in allen möglichen Gelenken und Durchfall
litt, wurde ich von dem Blutspezialisten in eine Rheumaklinik überwiesen,
die einen sehr guten Ruf in Deutschland hat.
Am ersten Tag in der Klinik wurde
ein EKG geschrieben und Blut abgenommen. Ich hatte ein Gespräch mit dem Oberarzt
und dieser sagte mir gleich, dass ich einen LUPUS habe.
Dann wartete ich eine
geschlagene Woche auf noch folgende Untersuchungen zur Abklärung des Stadiums.
Nicht passierte. Also bin ich auf eigene Verantwortung, gegen den Rat des Arztes
gegangen. Ich empfand das als Geldschneiderei.
Nun bin ich wieder bei meinem
Blutarzt, lasse die Ganzen noch anstehenden Untersuchungen innerhalb von einer
Woche machen und dann bekomme ich endlich meine Therapie.
Ich weiss, dass
bei mir im Gegensatz zu anderen, die Diagnose relativ schnell gestellt werden
konnte. Ich kann nur allen raten... DRANBLEIBEN..., den Ärzten auf die Füsse
treten und sich selbst viel informieren....
^nach
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