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Aktualisierung am 13.08.10
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Babette,Karlstein,
Jg. 1966
Wie sich mein Leben total veränderte
Ich bin
auch ein Lupi, besser gesagt eine Lupine, das erinnert mich nämlich
an schöne Blumen gleichen Namens. Ich war schon immer ein bisschen
sonnenempfindlich, aber das war`s auch schon. Nach einer Grippeschutzimpfung
und zwei Wochen später einer Hepatitisimpfung im Herbst 2005 ging
es stetig bergab mit mir, ich bekam massive Gelenkschmerzen, war total
schlapp und müde, depressiv und konnte mir im Frühjahr 2006
noch nicht mal mehr den BH selber zumachen, mein Arzt schickte mich
glücklicherweise dann zum Rheumatologen, 4 Monate später bekam
ich einen Termin bei Dr. Nöthe in der Rheumaambulanz der Uni-Klinik
Giessen 2006. Er untersuchte mich eingehend, meinte, ich wäre schwer
krank mit einem Lupus. Er verschrieb mir 40 mg Cortison täglich
und schickte mich mit einer packung Lantarel nach Hause. Ich konnte
das gar nicht realisieren und machte noch Witzchen darüber, nahm
das Cortison und die Schmerzen gingen innerhalb einer Stunde weg.
Ich wollte erst mal den heilpflanzlichen Weg gehen, von dem mir Dr.
Nöthe dringend abriet und ließ die Lantarel in der Schublade.
Nach zwei Monaten bekam ich eine tiefe Beinvenenthrombose und war richtig
geschockt als ich mich bei einer 82-jährigen Oma auf der Inneren
wiederfand, natürlich marcumarisiert, bis heute, denn es wurde
dann noch ein Antiphospholipidsyndrom festgestellt, meine Hhausärztin
wusste noch nicht einmal, wie man das schreibt.
Ich machte dann eine Darmsanierung, es wurden Impfnosoden gesetzt und
schließlich ließ ich mich von einer Chinesin akupunktieren,
was bei mir einen Fieberschub auslöste, die Werte waren anhaltend
schlecht. Vor 3 monaten reichte es mir, ich erklärte das Wort "Erstverschlimmerung"
zum Unwort des Jahres und machte einen Termin bei Dr. Knarr in der Rheumaklinik
in Wiesbaden-Schlangenbad aus. Ich war jetzt dort, es ist eine sehr
sympathische Praxis, es ist schöner, heller und leerer als an der
Uni-Klinik, der Arzt war okay. Er stellt mich jetzt am Montag viertägig
stationär auf Quensyl ein und sucht nach Organbeteiligungen, bis
jetzt konnte der Internist nichts finden. Seit 3 Wochen nehme ich 20
mg Cortison täglich, das will er dann reduzieren, die TCM-Schiene
würde ich gerne zusätzlich fahren.
Ich stellte vor Monaten bei der Techniker einen Antrag auf die TCM-Klinik
in Bad Kötzting, dort arbeiten deutsche Schulmediziner und chinesische
TCM-Ärzte Hand in Hand, die Techniker lehnte ab, ich erhob Einspruch
und jetzt haben sie mir 4 Wochen Kötzting genehmigt. Vielleicht
nehme ich es einfach als Auszeit, ich kann ja auch bestimmte Therapien
dort ablehnen oder vorsichtig angehen, Qi gong und chinesische Massagen
sind bestimmt gut für mich. Ich will aber auch nochmal im Krankenhaus
mit Dr. Knarr darüber sprechen. Außerdem habe ich eine psychologische
Gesprächstherapie angefangen, die hilft mir sehr, seitdem kann
ich meinen Lupus akzeptieren und ich kann bei jedweder Diagnose meinen
Ttherapeuten anrufen und mich ausheulen. Ich mache gerade mein 1. Staatsexamen
für Gymnasiallehramt nach und habe im Oktober meine mündliche
Prüfungen, so wisst ihr, was ich auf den diversen Stühlchen
vor Laboren, Sprechzimmern u.s.w. mache: lernen.
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