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Aktualisierung am 13.08.10
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Yasemin,
Marienfeld, Jg. 1975 SLE
in der Schwangerschaft Angefangen
hat die Krankheit, als ich schwanger wurde. Ich bekam nicht, wie andere Schwangere
Schwangerschaftssymtome, wie Erbrechen etc., sondern Knochenschmerzen. Es ging
immer zwei bis drei Tage gut und dann habe ich wieder eine Woche im Bett gelegen,
weil ich es vor Schmerzen nicht mehr aushielt. Meine Arbeit, die ich zu der Zeit
tätigte, war mir sehr schwer auszuführen. Ich war mehr krankgeschrieben,
als das ich gearbeitet hätte. Erst haben die Leute mir das alles gar nicht
geglaubt, weil man ja eigentlich genau so aussieht, als wäre man gesund.
Aber als dann die Ärzte anhand meines Blutbildes feststellten, dass meine
Thrombozyten im Keller waren, wurden alle aufmerksam. Der Arzt, der mich behandelte,
sagte zu mir, erst wenn ich entbunden habe, könnte man mich optimal behandeln.
Das ging genau vier Monate meiner Schwangerschaft so. Nach dem vierten Monat verlief
alles wie geplant. Keine Schmerzen, keine Beschwerden, nichts. Obwohl ich alle
zwei Wochen zum Arzt mußte um mein Blut zu untersuchen. Ich sollte ein
paar Tage vor meinem Entbindungstermin ins Krankenhaus (Vorsichtsmaßnahme).
Mein Kind kam dann am 23. April.2001 per Kaiserschnitt zur Welt. Mit diesem Datum
fing alles an. Ich bekam Fieber im OP. Keiner konnte sich erklären warum
(tagelang). Vermutungen der Ärzte: Wochenbettfieber. Es kam noch schlimmer:
Kurzatmigkeit (bekam kaum Luft, konnte nicht mehr liegen, weil ich glaubte, daß
ich dann ersticke). Die Ärzte waren ratlos. Die einzigste Lösung, die
die Fachleute für mich hatten war "Novalgin" und das in Mengen.
Keiner, aber auch keiner konnte mir zu diesem Zeitpunkt helfen. Bis der Gynäkologe
mich nach zwei Wochen der Entbindung zum Ultraschall bat. Ich sollte mich auf
eine Liege legen, was mir unmöglich war, denn ich bekam ja so schon keine
Luft und dann auch noch ganz flach liegen (um Gottes Willen). Er schickte mich
zum Röntgen. Endlich einer, der was tat. Diagnose: Ergüsse auf der Lunge
und auf dem Herzen, Lungenentzündung und eine Rippenfellentzündung.
So, jetzt hatten die Ärzte wenigstens ein Krankheitsbild von mir. Doch alles
was sie dann für mich taten war ein Reinfall. Es wurde nicht besser. Die
Viren lachten über das Antbiotika, welches mir verabreicht wurde. Die Venen
an meinen Armen waren so zerstochen, dass mir keiner mehr Blut abnehmen konnte
(Versuchskaninchen). Ich baute ab. Beschluß der Ärzte: Intensivstation
(Herzkatheter). Die Ärzte waren immer noch ratlos. Mein Zustand war zu diesem
Zeitpunkt lebensbedrohlich. Nach drei Tagen Intensivstation und dem Tode ganz
nah, bekam ich endlich Hilfe. Prof .Dr. Glöckner wurde hinzugezogen und behandelte
mich erfolgreich. (Kortison im höchsten Maße, Imurek, Marcumar, denn
ich hatte nun auch schon Thrombose). Er erkannte endlich den SLE. Es waren nun
sechs Wochen nach meiner Entbindung, als ich nun auf die Innere Station verlegt
wurde. Die nächsten vier Wochen galten meiner Genesung. Bettruhe, meine angemessenen
Medikamente und Paranoia gegenüber diesem Krankenhaus. Nach zehn Wochen Krankenhausaufenthalt
endlich mit meinem Sohn zu Hause. Jetzt lebe ich seit fast zwei Jahren mit dieser
Krankheit und ab und zu kommen noch Schübe, die man kaum ertragen kann, aber
da ich Mutter bin, ist mein Wille sehr stark gesund zu werden, obwohl ich weiß
das es im Moment noch nicht geht. Übrigens ich nehme immer noch meine Medikamente
(Kortison, Marcumar und ab und zu noch Imurek). An alle Lupis: Stärker
sein als diese wiederliche, heimtückische Krankheit, das Leben anders genießen
als vorher und immer wieder kämpfen. ES LOHNT SICH!!!!!! ^nach
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