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| | |-+  Wie sag ich's meinem Arbeitgeber ???
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Autor Thema: Wie sag ich's meinem Arbeitgeber ???  (Gelesen 5324 mal)
sauselinchen
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« am: 11.08.2008, 13:18 Uhr »

Hallo alle miteinander ,
möchte mal nachfragen , wie das so bei Euch war.
Habe nun von der Uni Düsseldorf gesagt bekommen , daß es SCLE mit Gelenk und Muskelschmerzen ist.  Sad
Nun bin ich wie viele andere ja noch Berufstätig ( Teilzeit - in der A-Pflege ).
Wie ich ja schon bei meiner Vorstellung hier im Forum schrieb , plagen mich ja schon viele viele Jahre meine Wehwechen.
Nur seit dieses Jahr im März , gehen meine Schmerzen einfach nicht weg , meine Hautbeteiligung ist auch nicht weniger geworden .
Nun werd ich immer wieder auf der Arbeit drauf angesprochen , wie z.B.
Oweh wie sieht denn dein Gesicht aus , und die Arme und dein Dekollte usw.
Oder warum läufst du so schlecht ??
Ja , bis jetzt ist mir nichts besseres eingefallen , als zu sagen : hab irgendwie ein Problem mit der Sonne ( wurde mir eigentlich auch in den Mund gelegt - kann es sein das du eine Sonnenallergie hast ?? )
Ja und mit dem schlecht laufen - ist dann halt bis jetzt immer von der Bandscheibe ( hab voriges Jahr einen heftigen Vorfall gehabt ) , oder hab mich vertreten oder sonstwas.

Tja,so hab ich mich bis jetzt da durch gewurschtelt,aber das geht ja nicht auf Dauer.
Nun weiß ich aber ehrlich gesagt nicht , wie soll ich es meinen Kollegen - der Stationsleitung  - und der Heimleitung nur sagen Huh Huh Huh Huh

Ich weiß das es nicht mehr lange gut geht , die körperliche Arbeit in der Pflege macht mich völlig fertig , wenn ich vom Dienst nach Hause fahre , ist mir richtig übel von der Anstrengung und bin dann für die nächsten Stunden einfach nur platt.
Vieleicht kann mir der eine oder die andere sagen wie er's gemacht hat.
Bedanke mich ganz lieb fürs lesen und hoffentlich viele Tip's.

Seid alle lieb gegrüsst ,

              Claudia
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Mira
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« Antwort #1 am: 11.08.2008, 14:28 Uhr »

Hallo,

hm, aus meiner Erfahrung her ist es schnell sehr enttäuschend, wenn man sich dem Arbeitgeber öffnet. Ich zumindest habe meine Krankheit öffentlich auch immer mit Sonnenallergie usw. gleichgesetzt. Ich hätte und habe meinem Arbeitgeber nie davon erzählt, weil ich weiß, dass ich sonst einige Chancen nicht bekommen hätte. Ich hatte aber auch das Glück, einen halbwegs flexiblen und körperlich weniger anstrengenden Job zu haben. Nun habe ich selber gekündigt (wegen der Krankheit) und bin ganz froh, dass ich es acht Jahre lang verschwiegen habe, denn man sieht sich immer zweimal im Leben.

Ich weiß, manche haben ein sehr gutes, fast familiäres Verhältnis zu den Kollegen, dem Chef etc., aber ich bin in der Hinsicht sehr misstrauischund würde jedem raten, es so lange wie möglich nicht offenzulegen. Ich weiß natürlich, dass das viele anders sehen.
In Deinem Fall solltest Du vielleicht generell überlegen, wie es weitergehen soll, bevor Du Dich öffnest. Glaubst Du, Du kannst diese körperlich schwere Arbeit weiterhin verrrichten, ohne dass sie Dich zu sehr aussaugt? Wenn nicht, würde ich an Deiner Stelle erstmal über Alternativen nachdenken (innerbetrieblich/Umschulung/...) und dann zum Cheffe gehen - vielleicht kannst Du ja sozusagen mit der Benennung des Problems auch gleich eine Lösungsmöglichkeit anbieten, bspw. dass Du in einen anderen Bereich wechselst o.ä..

Kurz: Bevor Du über das Wie ("wie sage ichs den Kollegen") nachdenkst, würde ich mir an Deiner Stelle erst über mögliche aktuelle und Folge-Probleme und deren Lösungsmöglichkeiten Gedanken machen.

Jedenfalls alles Gute - egal, was Du machst :-)
Mira
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Tigger
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Beiträge: 204



« Antwort #2 am: 12.08.2008, 15:23 Uhr »

Hallo Claudia

Mein ehemaliger Arbeitgeber musste ich fast über den Lupus informieren, da ich für mehreren Wochen wegen dem Lupus krank geschrieben wurde.

Als ich nach der Krankschreiben wieder zu arbeiten begonnen habe, habe ich der Pause kurz die Chefs und die Arbeitskollegen mündlich informiert und einige Seiten von der Lupus-Live-Homepage verteilt. Anschliessend fand noch eine grosse Fragerunde statt. Grin.

Alle haben sehr verständnisvoll reagiert.

Bei meinem jetzigen Arbeitgeber habe ich nur meinen direkten Vorgesetzten informiert.
Ihn weihte ich, als wieder einmal ein Arzt-Kontrolltermin anstand und ich den Arbeittag deswegen verschieben musste, ein.
Die anderen Kollegen wissen nichts über meine Krankheit.

Ich wünsche dir alles Gute.

Tigger



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sauselinchen
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Beiträge: 60



« Antwort #3 am: 12.08.2008, 19:07 Uhr »

Hallo Mira ,
Hallo Tigger ,
erstmal vielen Dank für Eure Antworten.
Tja,ist nicht so einfach dieses Problemchen.
Sitze da echt in der Zwickmühle , einerseits möchte ich noch nicht mit der Wahrheit rausrücken ,anderseits halt schon. Öhhh Öhhh
Ich denke schon das mir viel Verständniss entgegengebracht wird , zumindest von ca.95 % der Kollegen.
Als ich voriges Jahr den Bandscheibenvorfall bekam , und ich nach 10 Wochen wieder Arbeiten ging , hat mich meine Stationsleitung bis einschließlich heute ( war mein Wunsch ) auf Spätschicht geschickt.

Bis jetzt hab ich auf Lupus noch nicht Krank gemacht , bin halt bis jetzt mit Schmerzmittel hingekommen , mit der Zeit hat man ja raus wie lang die Wirkung der Schmerzmittel anhalten - und dann halt zeitig nachschieben. Wink Wink

Muss man denn eigentlich dem Arbeitgeber über die Krankheit informieren Huh?

Habe darüber nichts in meinem Arbeitsvertrag gelesen , nur bei ansteckender Krankheiten muss ich Meldung machen.

Werd jetzt erstmal einen Schwerbehindertenantrag in Angriff nehmen , kommt ja bei noch einiges andere Wehwehchen dazu.
Vieleicht sags ich's dann .

Danke nochmal , für Euer Intresse meiner Frage.

Alles liebe ,
     Gruss
            Claudia
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Stiefel
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Beiträge: 43


So bin ich !


« Antwort #4 am: 31.08.2008, 21:11 Uhr »

Hallo Ich habe eure Berichte gelesen und es kam mir sehr bekannt vor! Als ich damals die Diagnose bekam, wurde mir gleich vom Arzt aus ans Herz gelegt nicht mehr in der Pflege zu arbeiten,sondern mich anders orientieren.Ich wurde damals von der Rentenversicherung von einer Mitarbeiterin aufgesucht die mir etwas integrativer Eingliederung ins Berufsleben erzhält hat. Nach einem Jahr "Arbeitserprobung" (Praktikas bei verschiedenen Arbeitgebern) habe ich mich letztendlich für eine Umschulung durchgesetzt ! Kampf gegen Giganten Arbeitsamt gegen Rentenversicherung. Mit der Umschulung bin ich bald fertig bin. Mein Arbeitgeber hat leider wie fast alle,"Oh sie haben Lupus , dann sind sie bald Invalit " reagiert und mein Arbeitsvertrag natürlich unter diesen Umständen nicht verlängert. Auch wenn es fies ist aber zöger es so lange wie möglich hinaus ,bis du für dich den optimalen Weg gefunden hast denn so traurig es ist Schwerbehinderte will kaum einer haben,da wird lieber die Ausgleichssumme von maximal bis zu265 Euro im Monat je nach Betriebsgröße bezahlt und Firmen unter 20 Vollzeitbeschäftigte sind noch nicht mal meldepflichtig. Also kämpft leute!, bis ihr euer Recht bekommt .Ein guter Tip ist sich dem Sozialverband anzuschließen, der hilft einen gut weiter gerade was das Rechtliche an geht. Ich wünsche euch viel Glück und verzagt nicht. Eure Stiefel Wink
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MaryAnn
Gast
« Antwort #5 am: 1.09.2008, 08:41 Uhr »

Hallo Claudia !

kann so gut nachvollziehen wie es dir in der arbeit geht.mir gings "ähnlich" noch bis 2005.meine vorschreiberinnen haben schon alles wichtige gesagt,kann nur alles unterschreiben.was mir aber auch wichtig erscheint ist die idee von Mira

Zitat
würde ich an Deiner Stelle erstmal über Alternativen nachdenken (innerbetrieblich/Umschulung/...) und dann zum Cheffe gehen - vielleicht kannst Du ja sozusagen mit der Benennung des Problems auch gleich eine Lösungsmöglichkeit anbieten, bspw. dass Du in einen anderen Bereich wechselst


es ist nicht so leicht zuerst mal drauf zu kommen was das andere sein soll aber deinet wegen würde ich das wichtig finden.ich weiss wie pflege ist und ich bewundere schon die gesunden wie sie es "aus und durchhalten" für einen kranken ist dieser job auf dauer nichts.(ausser man ist wirklich beschwerde frei und kann das leisten was erwartet wird)

"kollegiale" grüße  Smiley Anne

P.S ich wollte immer gern die weiterbildung zur gerontotherapeutin machen ( bis heute ging es nicht wegen krankheit) aber wenn meine situation noch etwas verbessert und sich stabilisiert würde ich das doch noch gerne in angriff nehmen...vielleicht wäre so etwas in die richtung auch für dich interessant?
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CMarina
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« Antwort #6 am: 1.09.2008, 15:20 Uhr »

Hallo Claudia!

Bei mir war es so, daß meine Kollegen die ständige Arztrennerei und meine Sorgen und Fragen von Anfang an mitbekamen. Denn ich war schon ein paar Jahre in der Abteilung. Mein Chef kam etwa zu der Zeit neu zu uns. Ich tat mich schwer zu entscheiden, wie weit ich ihn konkret einweihen wollte/sollte.
Ich habe mich dann für absolute Konfrontation entschieden, und es erwies sich für mich als richtig. Von der Dt. Rheumaliga gibt es eine DVD (ca. 20min.), die den Lupus kurz und prägnant darstellt. Auch meiner neuen Chefin habe ich die DVD ausgeliehen. Und sie macht weiter die Runde.

Ich wünsche Dir, daß Du den richtigen Weg für Dich findest!

Alles Gute für Dich, Claudia!

CMarina
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Humor ist, wenn man trotzdem lacht...
LUPINIE
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« Antwort #7 am: 1.09.2008, 15:49 Uhr »

hallo claudia,
ich glaube in unserem heutigen arbeitsleben ist es immer schwierig mit der wahrheit herauszurücken, weil jeder nur noch sich selbst sieht. die frage an dich ist arbeitest du in einer öffentlichen oder privaten einrichtung mit personalrat ? hast du einen schwerbehindertenausweis ? ich finde dies sind dinge die auch eine rolle spielen. ich habe mich in der k-plege teilzeit umsetzen lassen in einen ruhigeren job, leider bin ich dort noch nicht oft gewesen, da es mir zur zeit auch nicht so gut geht. übrigens in der uni-düsseldorf gibt es ganz nette flyer (grün) wo der sle gut und verständlich kurz für aussenstehende beschrieben ist. Doc
alles gute un lass dich nicht unterkriegen.

lg LUPINIE Reisende Reisende
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Schmerz lass nach!
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« Antwort #8 am: 23.09.2008, 19:17 Uhr »

Wie mir scheint gibt es in diesem Forum verdammt viele Betroffene die im Pflegeberufen arbeiten.
Ich übrigens auch.


Bei mir in der Arbeit haben es alle von Anfang an mitgekriegt, so war es ziemlich leicht sie zu informieren. Anfangs wurde ich ständig gefragt wie es mir geht, das war mir etwas unangenehm, hat sich mit der Zeit aber gebessert.
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es hängt nur davon ab was du denkst.
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