#12von12 im November 2018

Es ist der 12. und ich wache auf mit dem Gedanken – wääääh, schon wieder ein Monat vorbei? Aber nicht weil ich so pflichtbewusst sofort an #12von12 denke, nein, nein, Unterleibskrämpfe sind der Grund meiner Gedanken…

Also richte ich schnell Kinderfrühstück, Katzenfutter und Proviant für die Schule Proviantund verkrieche mich mit meinem Wärmekissen und diesem tollen Tee von dieser tollen Apotheke (Werbung – freiwillig und unbezahlt und aus Überzeugung) in mein Bett. Erst liege ich ne Weile stöhnend rum, dann schlafe ich doch nochmal ein. Selbsthilfeprogramm

Um 9.30 stehe ich endgültig auf, dusche, mache mich fertig und räume grob die Kinderzimmer und das Schlafzimmer auf. Der Sauger startet seine Runden und ich gehe Wäsche machen und versuche ein bisschen Zeit gut zu machen.auch schon fertig

Im Badezimmer haben sich Stadtmusikanten aus einer mir unbekannten Stadt aufgestapelt.Heikendorfer Stadtmusikanten

Es folgt Hausarbeit, wischen, saugen usw. usf. Zwischendurch esse ich eine Scheibe Brot, um meine Tabletten runterzuspülen. Ausserdem ordne ich den Berg auf meinem Schreibtisch, jetzt sieht es gar nicht mehr so schlimm aus.

Für das Mittelkind suche ich Kram zusammen, damit wir heute Nachmittag eine Zelle basteln können… Ich finde es ja immer toll, wenn die Lehrer den Stoff kreativ vermitteln, aber muss es denn immer basteln sein? Das Mittelkind jedenfalls hasst es. Jede Zelle...Wegen meiner Bauchschmerzen gönne ich mir eine Mittagspause mit mehr Tee und mehr Wärmekissen. Danach ist es erstmal besser.

Weil blödes Wetter mit fiesem Fisselregen ist, hole ich die grossen Kinder von der Fähre ab. Das kleine Kind ist noch bei einem Freund und kommt erst mit der Abendfähre.finde die Ostsee

Das grosse Kind ist von einer Mathearbeit überrumpelt worden und ein wenig geknickt.

Das Mittelkind (also eigentlich ich) muss dieses tolle Modell basteln. Das läuft wie immer: ich mache, das Kind kommentiert oder reicht falsche Dinge an. Am Ende ist es fertig und das Kind sagt „naja“ –  naja.Zellmodell

Ich suche mir schon mal meinen Abendbrotskram raus, weil ich nachher zwischendurch das kleine Kind am Anleger einsammeln muss. Seit zwei Wochen bestelle ich eine Gemüsekiste bei Etepetete (unbezahlte Werbung) um den Gemüsekonsum ein bisschen zu verstärken und ein paar neue Sachen auszuprobieren. Heute gibt es Himmel und Erde aus dem Buch Deutschland vegetarisch (Werbung). Da sind überhaupt sehr schöne Rezepte nach Jahreszeiten sortiert drin. Der Buchtipp stammt übrigens von Herrn Buddenbohm, dessen Blog ich nur noch nach Prüfung meines Kontostandes lese, sehr nachkaufintensiv… Damit beende ich den Werbeblock ;).Vorbereitungen Abendessen

Um kurz vor 18.00 sammle ich das kleine Kind am Anleger ein. Es hat viel zu erzählen und hatte anscheinend einen schönen Tag.Anleger bei Nieselregen

Dann also Abendessen, Himmel und Erde, aber ohne Blutwurst. Dem Hausmeister a. D. und mir schmeckt es, doch das eine Kind mag keinen Kartoffelbrei, das andere keine gekochten Äpfel und das dritte Kind schließlich nix ausser den Äpfeln *seufz*. Himmel und Erde, vegetarisch

Wir gucken noch eine Folge „Der Prinz von Bel Air“… Das haben die Kinder gestern auf Netflix gefunden und finden es total lustig. Oooookay :).

Es folgt das lustige Ranzenpacken, Sportzeugrichten und bei einzelnen Kindern auch die Zahnputzassistenz.Ranzen packen

Mit dem grossen Kind diskutiere ich über die hygienischen Bedingungen in seinem Zimmer. Wir einigen uns darauf, dass ich das Foto verwenden darf, er dafür aber erst später aufräumt – win win, oder auch nicht.Zimmerstatus

Dann ist Ruhe, die Kinder hören Hörspiele, lesen, telefonieren, was auch immer, aber hier unten ist Feierabend. Der Hausmeister und ich werden noch eine Folge „Walking Dead“ gucken, dann gehe ich früh zu Bett, mit Tee und… richtig: Wärmekissen.

Tschüss, habt einen schönen Abend ♡!

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2017, 2016 und 2015 habe ich übrigens auch schon mitgemacht ;)!

Schule und (wenig) anderes – Freitagszeuch

Kinder

Nach dem langen Wochenende fanden sich Kind 2.12 und 3.8 bei ihren Echolotgesprächen wieder. Dort besprechen die Kinder mit ihren Klassenlehrern ihre Ziele für das laufende Schuljahr. Bei 1.14 fand das dieses Jahr nur auf Einladung statt, wir wurden nicht geladen… Ich nehme mal an, dass das ein gutes Zeichen ist :).

Lupus

Am Freitag hatte ich irgendwie dicke schmerzende Finger, das Knie ist immer noch eine Diva, sonst alles beim Alten.

Alles Andere

Wir hatten ein langes Wochenende, da ich unsere Gesprächstermine auf den Dienstag nachmittag und nicht auf Montag früh gelegt hatte. So hatten wir genügend Zeit für: Herbststauden pflanzen, Keller aufräumen, Tippen üben, Übernachtungskinder (gleich zwei), Mathearbeit korrigieren, kochen, Serien gucken… Das war der Samstag :).
Am Sonntag setzten wir das eine Gastkind in der Stadt ab, das andere musste nur über die Strasse gehen und fuhren zu Fünft nach Lübeck. Wir hatten keinen grösseren Plan, nur ein bisschen gucken und bummeln. So gingen wir in die Marienkirche und staunten über die Grösse, die Geschichte und den Teufel, guckten das Rathaus und das Buddenbrockhaus von aussen an und freuten uns über die vielen kleinen Gassen und Läden. Die ganze Stadt war belebt, aber nicht drängelig. Das jüngste Kind verliebte sich spontan in einen Wintermantel und bekam ihn auch noch… Lübeck hat uns sehr gut gefallen, wir kommen bald wieder!
Am Dienstag gingen die Kinder wieder zur Schule, ich „reiste“ am frühen Nachmittag an, absolvierte die Echolots mit den Kindern und kutschierte die Bagaluten dann in die Stadt zum Training. Während sie sich zu Kung-Fu-Meistern ausbilden liessen, erledigte ich einige Besorgungen. Dann holte der Hausmeister a. D. die Kinder ab, weil ich direkt wieder in die Schule zu einer Sitzung fuhr.
Am Mittwoch schob ich dann erstmal eine ruhige Kugel, musste aber abends nochmal zur Schule. Diesmal Elternabend der Schreibclubkinder. Das ist eigentlich eine Förderung für LRS-Kinder, an der 3.8 seit ein paar Wochen teilnimmt, in der Hoffnung sein Schreiben ein wenig zu beschleunigen. Irgendwann baue ich noch eine Brücke über die Förde. Das wären dann 5 Minuten zur Schule, so fahre ich jedesmal mindestens 30 Minuten, im Tagesverkehr eher 45 Minuten. (und nächsten Woche sind noch zwei Schultermine…)
Am Donnerstag dann keine Schule :), dafür Arbeit, Haushalt und kein Schwimmtraining für die Kinder. Eins hat Halsschmerzen, eins Kopfschmerzen, so richtig krank ist aber keiner.
Geguckt habe ich die ersten Folgen der neuen Staffel von Greys Anatomy.
Das leckerste Essen war… keine Ahnung, wir hatten nur leckere Sachen :). Überraschend war, dass ich den Rote-Beete-Kartoffel-Auflauf so gerne mochte.

Lieblingsbild der WocheRote-Beete-Kartoffel-Auflauf

#WMDEDGT im November 2018

Schon wieder ist der 5. und Frau Brüllen fragt, was machen die eigentlich den ganzen Tag (#WMDEDGT)?!

Wir haben heute frei! Ist das nicht schön? In der Schule sind die sogenannten Echolotgespräche und weil wir schnell waren, haben wir alle Gespräche auf Dienstag gelegt und uns damit einen freien Tag erwirtschaftet ;).

Ich stehe gegen 8.00 auf, die Familie schläft, während ich mich fertig mache, steht auch der Hausmeister a. D. auf, die Kinder schlafen noch. Ich füttere die Katzen, leere den Geschirrspüler, koche Tee, nehme meine Schilddrüsentablette.

Nebenbei schreddere ich getrocknetes Gemüse, welches mal Gemüsebrühe a la Tastesheriff werden soll. Leider ist es nicht so getrocknet, wie ich mir das vorgestellt habe. Ich hab es jetzt noch kleiner gemacht und wieder in den Ofen geschoben…

Dann ist meine halbe Stunde Wartezeit wegen der Schilddrüsentablette vorüber und ich frühstücke Joghurt mit Samen und Beeren und schlucke meine restlichen Medikamente.

Ich bin noch beim Tee, da ist das grosse Kind schon aufgestanden… Ein Wunder! Als Erster! Das kam zuletzt… keine Ahnung wann, vor. Ich erfahre dann recht schnell den Grund, es möchte nämlich zum DM in den Nachbarort gefahren werden, um dort für eine Schulfreundin zum Geburtstag irgendeine limitierte Youtuberinnen-Lidschatten-Palette zu ergattern – aha?! Ich erbarme mich, leider erfolglos, die Palette ist ausverkauft – dumm gelaufen.

Zuhause steht dann so langsam erstmal Kind 2.12 und ein Weilchen später auch 3.8 auf. Sie frühstücken, duschen, baden, hängen rum :). Für nachmittags verabreden sie sich.

Zwischendurch checke ich kurz Mails und erledige schnell das Nötigste, auch eine Runde Wäsche ist noch dabei. Dann beschäftige ich mich mit den Haaren von 3.8, die nach einer Haarkur schreien.

Das vermutet auch kein Mensch, dass man sich mit drei Söhnen mit Spliss, fliegenden Haaren und Lidschatten auseinandersetzen muss…

Dann räumen wir zusammen einen Karton mit Kinderbüchern, den wir im Keller fanden, in die Bücherregale. Das ist schon lustig, die alten Schulbücher und die Hanni und Nannis, Bille und Zottel und wie sie alle hiessen. Vielleicht lese ich in das ein oder andere nochmal rein.

Keiner möchte Mittag essen, ich habe Fastentag und bekomme erst heute Abend wieder eine Kleinigkeit. Auch gut!

Ich bringe den Jüngsten zu seiner Verabredung, die grossen Jungs chillen und daddeln und wollen ihre Ruhe :).

Den Nachmittag verbringe ich dann mit meinem Wichteladventkalenderbastelarbeiten, Grosskind-beim-Backen-begleiten und ein bisschen bloggen und kochen. So stellt man sich gemütliche Novembertage vor!Wichteladventskalender

Dann sammle ich das kleine Kind wieder ein, schreddere mein – nun endlich getrocknetes – Gemüse und mache das Abendessen fertig.

Zum Abendessen habe ich für den Hausmeister a. D. einen Kartoffel-Rote-Beete-Gratin gemacht. Die Kinder rümpfen beim Nennen des Gerichts sofort die Nasen und suchen im Gefrierschrank nach Alternativen… Uns schmeckts :). Ich hatte eine Etepete-Kiste bestellt und jetzt wird halt auch das weniger beliebte Gemüse verwertet. (Was werden sie erst zu dem Blumenkohl sagen…).Rote-Beete-Kartoffel-Gratin

Jetzt werden noch Ranzen und Sporttaschen gepackt, die Kinder ins Bett geschickt und dann gucken wir vielleicht noch eine Folge „Walking Dead“.

Habt es schön ★ ☆★

Viel unterwegs – Freitagszeuch

Kinder

Die Kinder hatten eine Routinewoche mit einem freien Tag. In Schleswig-Holstein wurde der Reformationstag wieder eingeführt. Darüber kann man diskutieren, mach ich hier aber nicht. Den Kindern ist es eh gleich weshalb sie frei haben. Der Tag wurde zum Halloweenfeiern genutzt, darüber kann man auch diskutieren, mach ich hier auch nicht :).  Die Jungs hatten jedenfalls ihren Spass, haben reichlich Süssigkeiten eingesammelt und sich schaurig-schön verkleidet.
Ganz nebenbei fing das kleine Kind am Wochenende an Rad zu fahren, so richtig. Mit freiwillig und bergauf und bergab und hin und her. Bisher war ihm immer der Roller oder aber sein kleines Stützräderrad lieber – zum Glück hatten wir Geduld :).

Lupus

Die letzten Tage fühle ich mich insgesamt besser, ich schlafe auch wieder besser. Mein Knie zickt noch immer, aber sonst ist es okay.

Alles andere

Am Freitag Abend waren wir bei Hagen Rether und das war richtig gut. Geht da alle mal hin! Aber vorher gut Abendbrot essen und nicht so viel trinken – der Mann hält nämlich lockere vier Stunden durch.

Samstag früh gingen wir in Neumünster schwimmen und anschliessend ins örtliche Einkaufszentrum zum Chinanudeln essen und ein bisschen gucken. Der Rest des Tages war dann gemütlich. Am Sonntag endete des Sommerzeit, alles schliefen lang und am Nachmittag wollte wieder keiner raus. Das nervt total, dass ich immer alle an den Haaren aus der Bude ziehen muss. Am Ende war ich sauer und ging allein spazieren.
Die Woche begann mit Routine, am Dienstag sollten eigentlich Kinderkutschieren und Sport folgen, doch dann gab es Komplikationen mit einer Zahnspange und drei wenig betrübte Kinder, weil das Training ausfallen musste. Abends gingen wir zu einer Lesung von Hubertus Meyer-Burckhardt, das war irgendwie nur so mittellustig, weil er fast nichts aus dem Buch, das mich interessierte, vorlas, sondern eigentlich nur aus d´seinem Leben erzählte.
Am Mittwoch dann also frei, das Mittelkind übernachtete bei einem Freund, um dort Halloween zu feiern. Das kleine Kind und ich fuhren zu einem Freund des Kleinen, wo er und einige andere Kinder dann gemeinsam loszogen. Wir liefen mit den Kindern durch ein Neubaugebiet und es war der helle Wahnsinn, was da los war. Ganz viele hatten sehr ausgiebig und aufwendig geschmückt, es waren irre viele Kinder unterwegs und teilweise gab es sogar liebevoll gepackte Geschenktütchen… Verrückt. Dann alles wieder rückwärts und ab ins Bett.
Am Donnerstag dann Alltag und schon ist die Woche wieder rum.

Lieblingsbild der WocheMoeltenort - Viel unterwegs - Freitagszeuch

Im Oktober 2018

hatten wir drei Wochen Herbstferien

reisten wir zum Familientreffen nach Linstow

renovierten wir das Zimmer von Kind 2.12

musste ich schon wieder zum Zahnarzt

ernteten wir noch mehr Äpfel

liessen wir Saft aus unseren Äpfeln machen

bauten wir weitere Nicht-so-hoch-Beete

holten wir das grosse Kind von Rügen ab

machte ich aus dem oberen Flur eine Bibliothek (klingt pompös, sind aber nur Regale :))

fuhren wir in den Heidepark

fing das kleine Kind an Tippen zu lernen, um eine Methode zu haben schneller schreiben zu können

war ich bei meiner Hausärztin

waren wir bei Hagen Rether

lernte das kleine Kind endlich Radfahren – ganz von alleine

besuchten wir eine Lesung von Hubertus Meyer-Burckhardt

machten wir den Garten winterfest

Back to Alltag – freitagszeuch

Kinder

Am Montag ging die Schule wieder los, die Kinder sind nur mässig motiviert ;). Nun gilt auch wieder der Winterfahrplan, so dass auch das kleine Kind immer erst am Nachmittag zuhause ist. Ansonsten stürzten wir uns gleich wieder ins volle Programm, Sport, Schwimmen, und so weiter.

Lupus

Mein Knie ist immer noch zickig, der Rest ist so einigermassen stabil. Naja.

Alles andere

Das Wochenende stand im Zeichen des Apfels. Am Samstag ernteten wir unseren grossen Baum ab, rechten sehr viel Laub, schnitten ein paar Büsche und hatten damit gleich eine gute Grundlage für die neuen Nicht-so-hoch-Beete. Am Sonntag brachten wir knapp 90 kg zur Mosterei und kehrten mit reichlich Apfelsaft heim. Vor der Heimfahrt liefen wir noch ein bisschen am Ufer der Schwentine und durch den angrenzenden Tierpark, die Jungs fütterten Ponys und Lamas und Ziegen.
Dann also wieder früh aufstehen. Am Montag hatte ich Luft zum Arbeiten, Dienstag stand im Zeichen des Kinderkutschierens, Mittwoch war schon wieder Zahnarzt angesagt *grmpf*, Donnerstag und Freitag vormittag vergingen mit weiteren Arztterminen – es ist kompliziert. Nebenbei begann ich mit ein paar Nähprojekten, am Ende hätte ich gern ein paar Leseknochen, einige Kühlkissen, ein T-Shirt und eine Bluse. Letzteres ist ein bisschen zu ambitioniert für mich… Mal sehen, was das wird.
Ausserdem sind immer noch Äpfel zu verarbeiten und der Wichtelkalender vorzubereiten.
Das leckerste Essen war vielleicht der Riesenburger am Sonntag, allerdings hatten wir auch Sushi und die Kartoffelsuppe war auch sehr schmakkelig ;).
Gelesen habe ich meine Krankenschwesterstory und geguckt eine Arztserie aus den 80ern – naja.

Lieblingsbild der Wocheich hab die Förde schön - Back to Alltag - freitagszeuch

Herbstferien Woche 3 – Freitagszeuch

Kinder

Wir sind wieder komplett, das grosse Kind ist aber permanent abwesend und arbeitet mit einer Freundin an seiner Projektarbeit. Klarklarklar. Das Mittelkind und ich verbrachten das Wochenende allein, was dann zu langem Schlafen und sehr viel Daddelei führte. Er half mir aber auch beim Bücherumzug und begleitete mich nach Eckernförde. Die beiden jüngeren Kinder geniessen ihre Ferien sehr. Es wird viel gedaddelt, aber auch draussen gespielt, lang geschlafen und gelesen.

Lupus

Zum Glück verzichteten meine Gelenke auf grössere Zicken nach der ganzen Räumerei und Renoviererei. Es blieb bei morgendlichen Schmerzen und ein paar Verspannungen, damit komme ich gut zurecht. Am Montag wuselte ich dann in Garten rum. Eigentlich gar nicht so viel und nicht so doll, aber irgendwie halt doch. In der Nacht zickte so ziemlich alles rum, was rumzicken kann… Und nicht zum ersten Mal fragte ich mich, warum ich eigentlich keine Schmerzmedikation für den Notfall habe.

In der Zeit vor der Diagnose bekam ich andauernd alles mögliche fiese Zeug verschrieben und ruinierte mir meinen Magen grundlegend. Seit der Diagnose und der Dauermedikation habe ich keinerlei Schmerzmittel. Krisen begegne ich mit kurzfristigen Cortisonbeschüssen, was meist auch gut funktioniert. In so einer krassen Situation mit starken nächtlichen Schmerzen hilft das aber nicht schnell genug. Und meine Ärztin will ja ohnehin immer reduzieren. Was nehmt Ihr denn in Notfällen bei starken Gelenkschmerzen? Ich muss das beim nächsten Termin unbedingt mal ansprechen.

Alles andere

Am Samstag war ich mit dem verbliebenen Kind in Eckernförde unterwegs. Ich wollte einige Sachen für Kindertour fotografieren. Wir machten es uns nett und hatten einen tollen sonnigen Tag. Abends gingen wir noch Burger essen und gurkten dafür noch einmal durch die Gegend.
Den Sonntag verbrachten wir dann gemütlicher: ein bisschen Garten, ein bisschen Bücher umräumen, ein bisschen Haushalt, ein bisschen Serie gucken und sonst hatte jeder viel Zeit für sich. Am späten Abend traf die Restfamilie wieder ein.
Am Montag ein bisschen Alltag und viel Garten. In der Nacht bekam ich dann Gelenkschmerzen des Todes. Es begann zaghaft am Abend und steigerte sich immer weiter. Ich konnte nicht schlafen, nicht liegen, nicht sitzen, nicht sein und wanderte im Wohnzimmer auf und ab. Meine Pillepalle-Schmerzmittel halfen überhaupt nicht. Das war eine sehr lange Nacht. Irgendwann wollte ich mich wieder hinlegen und kam die Treppe fast nicht hoch. Es war wirklich extrem ätzend, so wie schon lange nicht mehr. Den Dienstag verbrachte ich dann mit Erholung. Ich lag den ganzen Tag auf der Couch, las, döste und guckte ein bisschen fern. Das half mir zum Glück auch und langsam wurde alles besser. Nur das linke Knie muckt noch rum.
Es musste mir auch besser gehen, denn am Mittwoch sind wir in den Heidepark gefahren. Das ist eine ganz schöne Tour von uns. Das grosse Kind wollte nicht mit, so waren wir zu Viert. Zuerst gab es sehr unterschiedliche Erwartungen, aber am Ende hatten wohl doch alle einen schönen Tag :).
Das leckerste Essen waren die Burger bei Johns und das Steak mit Ofentomaten. Wochentags ging es dann wieder gesünder und kalorienärmer weiter.
Ich habe die Meyerhoff-Reihe endlich beendet, der letzte Band gefiel mir am wenigsten, naja. Ehe ich mich wieder sinnvollem Lesestoff zuwende, lese ich gerade ein Krankenschwesterepos mit wenig Anspruch, aber nett gemacht.
Geguckt habe ich „Big love„, eine strange, etwas ältere Polygamistenserie.

Lieblingsbild der WocheHerbststrand in Eckernförde - Herbstferien Woche 3 - Freitagszeuch

 

Isolation – wie es ist

Krankheit führt zu Isolation. Krankheit macht einsam.

Das sagt man so und das ist auch so. Hört man so etwas im eigenen Umfeld, von Bekannten oder gar Familienmitgliedern, wird gern gesagt: so ein Quatsch, das stimmt doch gar nicht, da ist doch jeder selbst dran schuld.

Nein, ich bin nicht selbst schuld und doch, das stimmt.

Und dafür gibt es Gründe.

verändertes Lebensgefühl

Niemand kann das Lebensgefühl eines chronisch Kranken nachvollziehen: die Schmerzen, die Ängste, die gestohlene Lebenszeit, das verständnislose Umfeld. Die Unsicherheit, die verkürzte Lebenserwartung, die Nebenwirkungen der Medikamente, die Persönlichkeitsveränderungen, die verminderte Lebensqualität.
Das Immer-Weniger-Werden, das Weniger-Wert-Sein, das Nicht-Leisten-Können, das Schwach-Sein, das Anders-Sein, das Abhängig-Sein.
Der Verlust von Beruf, Freunden, Ansehen, Gesundheit, Sicherheit, Vermögen, Zukunft, Prestige, Attraktivität, Vitalität, Unverletzlichkeit, Lebensaussichten.
Das Weglaufen der Zeit. Wann immer ich kann, möchte ich so viel machen, aber die anderen haben halt einen gleichmässigeren Rhythmus, sind nicht so auf ihre Körperlichkeit und Endlichkeit bedacht.

Sprachlosigkeit

Über viele Dinge spricht man einfach nicht: unappetitliche oder intime Symptome, das Altern, das Sterben, Körperveränderungen, Hilflosigkeit, Ängste, Unsicherheiten.

Körperliche Gründe

Es gibt auch ganz praktische Gründe: heute – zum Beispiel – tun mir die Hüften und die Schultern weh. Meine zusätzlichen Pfunde, die dem Hormonchaos und dem Kortison geschuldet sind, fühlen sich extremst unattraktiv an und so gehe ich nicht mit zum Schwimmen. Ich sage nein zu den Kindern und der Restfamilie und bleibe allein. Ähnlich zuletzt im Urlaub: nein, zu sonnig um am Pool rumzuliegen. Nein, zu heiss und zu weit zum Motorbootverleih.
Nein, ich kann Dich jetzt nicht auf den Arm nehmen, weil meine Arme (oderoderoder) weh tun. Nein, kein Spielplatz, nein, kein Trampolin. nein, kein Radfahren. Neinneinnein.

So habe ich schon viele Male „nein“ gesagt und mir gewünscht, dass ein „nein“ nicht immer Isolation und Verzicht bedeutet, sondern vielleicht Alternativen zum Vorschein bringt. Doch meist ist der Plan gefasst, wird umgesetzt und ich mache halt nicht mit. Und warum sollten auch viele auf etwas verzichten, wenn es nur einen gibt, der nicht will oder kann?

In meinem Umfeld erlebe ich immer wieder Rückzug, wenn ich deutlich mache, was für mich gerade nicht geht. Das fing vor vielen Jahren damit an, als ich nicht mit meinen Freunden ausgehen konnte und sie nach und nach verlor. Da setzt dann schnell ein Teufelskreis ein, weil man Menschen verliert, aber gleichzeitig immer weniger Gelegenheiten hat, neue Menschen kennenzulernen. Denn die trifft man meist im Verein, bei Freizeitaktivitäten oder im Beruf.
Rückzug aber auch im Kleinen: ich bekomme nicht gern die Hände gedrückt, das tut mir häufig weh. Zucke ich zurück oder sage das sogar, ist das Gegenüber meist betreten oder gar beleidigt. Es fragt aber niemand nach Alternativen oder bietet sie an. Ähnliches erlebte ich auch beim „mal richtig drücken“. Ich freu mich durchaus über die Geste. Mein komischer Körper braucht aber vielleicht gerade eine Alternative und keinen Rückzug, kein Sich-Abwenden, keine Kränkung darüber, dass man anders funktioniert.

Selbstschutz

Immer wieder muss ich mich selbst isolieren. Weil es mir zuviel ist, ich gerade keine Kraft für andere Menschen habe, meine Aufmerksamkeit eingeschränkt ist, die alltäglichen Anforderungen mich schon überfordern, ich Schmerzen habe und so weiter und so fort.

Alternativen finden

Mein jüngster Sohn ist ein Kuschelkind. Er liegt gern auf mir drauf oder zumindest an mir dran ;). Wenn ich ihm sage, da nicht oder hier tut mir das heute weh, dann läuft er nicht weg oder geht auf Abstand. Er sucht sich – geduldig und ohne beleidigt zu sein – ein Plätzchen an oder auf mir, mit dem er und ich gut leben können. Ich hoffe diese Unbefangenheit bleibt ihm lange erhalten ♡!

Was hilft also Gegen Isolation

Von den Gesunden, den Normalen, den Anderen würde ich mir Offenheit wünschen, die mir selbst gar nicht leicht fällt.
Interesse: was hat die eigentlich und was macht das mit der?
Akzeptanz: das ist bei der eben so.
Flexibilität: wenn Du das nicht kannst, wie machen wir es dann?

Selbst kann ich mich im Rahmen meiner Möglichkeiten immer wieder in Situationen bringen, wo ich Leuten begegne. Ich tue mich schwer mit Selbsthilfegruppen, andere mögen das. Ich gucke lieber an Orten, wo Menschen mit ähnlichen Interessen ausserhalb von Krankheit sind und gebe die Hoffnung nicht auf, dort auf offene, flexible Menschen zu treffen ;).

#12von12 im Oktober 2018

Hilfe, heute ist ja der 12. Zum Glück fällt mir das erst nach dem Einkaufen ein, so bleibt Ihr von Einkaufskorb, Supermarkt und vollem Kofferraum-Content verschont!

Zuhause räume ich auf und ein und frühstücke dann. Auch das ist nicht so fototauglich (aber durchaus schmackhaft!), aber so ist das halt, wenn man alles vergisst :).Frühstück

Es folgen umständliche Kinderverhandlungen, wer nun wann und wie mit nach Rügen fährt. Eigentlich wollte Kind 2.12, jetzt doch nicht, aber vielleicht doch, oder fährt stattdessen 3.8, der dann aber keine Mamawochenende hat … Es ist kompliziert!

Ich gehe lieber Wäsche wegräumen, erst bei den Kindern, da kann ich gleich noch lüften und aufräumen.Wäsche

Dann bei uns. Mein Schrank ist gross, da kann man schön alles in die Ecken stellen.Schrank

Gestern habe ich die neuen Regale auf unserem OG-Flur aufgebaut. Unsere Bücher wohnen zur Zeit in meinem Zimmer und sollen umziehen – freier Zugriff für alle und mehr Luft für mich :).

Anscheinend fährt der Jüngste mit nach Rügen, er packt mit dem Hausmeister a. D. sein Zeug zusammen.

Der grosse und der kleine Mann fahren ab, das Mittelkind geht daddeln und ich an den Computer. Später mache ich mir ein paar Nudeln von gestern warm, dazu gibt es Käse und wenn man genau hinsieht auch ein bisschen Pesto.Nudeln mit Spuren von Pesto

Danach hänge ich ein bisschen durch und kann mich nur sehr schwer aufraffen, mit dem Bücherumzug zu beginnen.

mein Zimmer
Ich schaff dann aber doch noch ein bisschen und kann die ersten Regale bestücken und parallel dazu einige Bretter abbauen.

neue Bücheraufbewahrung

Von Büchern hab ich jetzt erstmal die Nase voll und mache dem Mittelkind und mir Abendessen. Spaghetti carbonara gibt es, das hatte sich eigentlich das kleine Kind gewünscht, das ja hierbleiben sollte, aber… ach, es ist kompliziert ;).KochvorgängeDie Katzen wittern jede Küchenaktivität 10 km gegen den Wind und sterben sofort an Hunger – das geht so ja nicht.

Fresskatze

Nach dem Kochen ist vor dem Essen, ich nehme meinen Teller mit vor den Fernseher, das Mittelkind findet sich auch ein. Couch-Picknick Mittelkind

Hier gibt es jetzt nur noch hochgelegte Füsse und vielleicht wechseln noch ein paar Bücher die Etage.

Tschüss ♡!

Ihr wollt mehr #12von12? Bei Caro findet Ihr die Links zu ganz vielen wunderbaren BloggerInnen!

2017 und 2016 habe ich übrigens auch schon mitgemacht ;)!

Herbstferien, Schwerin und Umräumerei – Freitagszeuch

Kinder

Das grosse Kind weilt eine Woche bei den Schwiegereltern. Das mittlere Kind bekam ein neues Zimmer und ist damit ziemlich zufrieden und das kleine Kind ist draussen. Kommt rein zum Essen und zum Daddeln. Dann ist es wieder draussen.

Lupus

Ach ja, hier ne Schulter, da ne Hand. Das Übliche halt.

Alles andere

Habta gemerkt? Letzte Woche gab es kein Freitagszeuch! Hab ich einfach vergessen…
Am Samstag reisten wir aus Linstow vom Familientreffen ab und fuhren sehr gemächlich Richtung Kiel. In Schwerin machten wir eine lange Pause und besichtigten das Schweriner Schloss, da wollte ich schon lange mal hin – sooo schön!
Am Sonntag blieben wir zuhause, sammelten die gefallenen Äpfel ein, machten Wäsche und legten die Beine hoch.
Die zweite Ferienwoche startete ich mit Umräumarbeiten. Das Mittelkind sollte ein frisches Zimmer bekommen, ich hatte auch ein paar ergänzende Möbel bestellt. Also erstmal aus- und aufräumen. Der Schrank musste geräumt und abgebaut werden, eine Wand freigeräumt. Nebenbei mistete ich ein bisschen aus, die Kinder spielten draussen, zum Essen gab es bestellte Pizza.
Am Dienstag konnten wir dann die neuen Möbel nach und nach aufbauen, ausserdem haben wir noch eine Wand frisch gestrichen. Die neue Brille des Mittelkinds war auch endlich fertig, also noch eine Fahrt zum Optiker. Danach letzte Hübschmacher beim Ikea besorgen und das Zimmer war am Abend fertig.
Mittwoch räumten wir auf, ich machte letzte Restarbeiten und ging Mittags mit den zwei verbliebenen Kindern zum Essen an den Strand. Nachos wollten sie – bitte sehr!
Überhaupt habe ich die ganze Woche unglaublich viel um- und aufgeräumt… Fängt man in einem Zimmer an, zieht das so viel nach sich. Ein Regal aus dem Zimmer des Mittelkindes wollte ich für den Keller. Das muss auseinander genommen, runter getragen und wieder aufgebaut werden.
Den Zahnarzttermin am Donnerstag hätte ich am liebsten abgesagt, hatte er mich doch letztes Mal ziemlich gequält… Augen zu und durch oder so. War dann aber doch nicht so schlimm. Wir fahren noch zu Ikea, Regale abholen, die ich dann nachmittags aufbaue.
Das leckerste Essen… Keine Ahnung, es gab Buffet und viel schnellschnell :).

Lieblingsbild der Wocheam Schweriner Schloss