chronische Erkrankung – was nun? – Hexenzauber

Ich bin die „Neue“ in eurer Runde.

Auf eure Seiten bin ich durch meinen Freund aufmerksam gemacht worden. 

Ich finde es echt toll, dass es diese Möglichkeit, für die Angehörigen, aber auch für mich als Betroffene gibt, Erfahrungen austauschen zu können.

Ich habe seit Anfang 98 meinen Lupus.

Die erste Zeit hatte ich gar keine Ahnung was mit mir passiert. Die Ärzte konnten oder wollten mir auch nicht so genau sagen, was jetzt mit mir los ist.
Ich muss auch gestehen, dass ich manche Veränderungen nicht wahr haben wollte, sie einfach ignorierte. Vielleicht lag es auch daran, dass sich der „Rest“ meiner Umgebung, um es mal so auszudrücken, nicht mit mir und dem Lupus auseinander gesetzt haben.

War ich mal müde, schlapp, launisch usw. wurde es immer auf den normalen Alltagsstress oder die Arbeit geschoben. Ich musste auch erst lernen, leider erst in den letzten Monaten, einfach mehr Rücksicht auf mich, meinen Körper zu nehmen, als auf die Leute in meinem Umfeld. Mein Lupus reagiert sehr stark auf seelischen Stress und den hatte ich in letzter Zeit reichlich.

Es ist nicht einfach mit dem Lupus zu leben, dass wisst ihr ja selber, aber mit einer Familie die sich damit nicht auseinander setzt, ist es auch schwer. Sie verstehen dadurch nicht, was manchmal mit mir los ist. Aber man kann niemanden zwingen, sich damit zu befassen.

Ich habe aber vor einiger Zeit jemanden kennen gelernt, der sich dafür interessiert. Ich habe gemerkt, wie gut mir das tut, wenn sich jemand damit befasst, sich dem nicht verschließt. Es ist toll, nicht allein gelassen zu werden, mit dem „Wölfchen“.

Viele Grüße vom Hexenzauber 

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