Sabrina, Jg. 1981

Diagnose Lupus und die schwerwiegenden Folgen…

Ich kann schon gar nicht mehr genau sagen, wann alles bei mir begann… Ich glaube, es war Anfang 2007. Ich hatte eine Grippe und fühlte mich total schlapp… Ich blieb nur 3 Tage zuhause, bevor es wieder zurück in den stressigen Job ging… doch ich hatte das Gefühl, dass ich mich nie mehr von dieser Grippe erholt hatte… Ich schob es darauf, dass ich damals nicht lang genug zuhause geblieben bin.

Von da an hatte ich diverse Probleme… wenn ich morgens länger im Bett bleiben konnte und wach war (so wie ich es früher so gerne getan hatte), konnte ich schon nach 15 Minuten nicht mehr liegen, weil ich einen furchtbaren Druck im Bauch spürte… Ich hatte ständig Magen-Darm-Beschwerden, war nur noch müde und total kaputt… Ich spürte einen komischen Druck im Kopf und fühlte mich einfach immer KRANK. Ich suchte daraufhin irgendwann meine neue Hausärzin auf, da ich erst ein Jahr vorher nach Dortmund gezogen war. Ich erklärte ihr meine Beschwerden. Die Bauchbeschwerden und die allgemeine Schlappheit waren das Schlimmste. Sie verschrieb mir Säureblocker, weil sie den Verdacht auf „Reflux“ hatte. Sie schickte mich zu einem Lungenspezialisten und ich wurde dort gründlich auf den Kopf gestellt, doch der Arzt sagte, er hat selten eine so gesunde Patientin wie mich gesehen. Ich wurde noch zu weiteren Ärzten geschickt, z. B. machte ich sämtliche Allergietests und den Test zur Lactoseintoleranz. Überall sagte man mir, ich bin kerngesund. 

Mir wurde regelmäßig Blut abgenommen und die Blutsenkung war extrem schlecht… So hohe Entzündungswerte hat meine Hausärztin selten gesehen, sagte sie… Doch woher das kam, war ihr ein Rätsel… Sie wußte nicht weiter… Nebenbei ertastete ich einen Knoten im Rücken und auch hier tastete die Ärztin ab und meinte, es sei ein harmloser Fettknoten… Dennoch wurde ich nochmal zu einem CT geschickt, dass war im Oktober 2007. Auch hier hat die Ärztin nichts mehr unternommen, obwohl (wie ich später erfuhr) ein MRT angeraten wurde. Die Ärztin sagte mir, ich solle den „Knubbel“ einfach lassen, solange er mich nicht stört… also machte ich mir weiter keinen Kopf. 

Aber mir ging es weiter schlecht… Im Job lief es nicht mehr gut für mich… Ich konnte mich zu nichts mehr aufraffen und bekam immer mehr Probleme mit meinen Chefs. Im Mai 2008 bemerkte ich rötliche, schuppige Flecken auf meinen Beinen… es wurde immer schlimmer… Also bin ich zum Hautarzt… Ich bekam Salben und der Arzt dachte, es wäre eine Schuppenflechte… Nach einiger Zeit gingen die Flecken zurück und ich dachte mir nichts weiter dabei. Während ich eine Bauchnabelentzündung (dank eines Piercings) bekam und einen Chirugen aufsuchen musste, der mich ambulant operierte, kamen auch die Flecken an den Beinen zurück. Der Hautarzt sah meine schlechten Blutwerte und schickte mich zum Onkologen um das Blut nochmal untersuchen zu lassen. Auch dort sprach ich meine gesundheitlichen Probleme und den Knoten im Rücken an – auch hier wurde ich als kerngesund wieder zurück geschickt. 

Ende September, nachdem mein Bauchnabel abgeheilt war, entschloss ich mich, den Knoten im Rücken entfernen zu lassen (da ich eh gerade beim Chirugen in Behandlung war) und der Hautarzt entschied sich, eine Gewebeprobe von meinem Bein zu nehmen. Eine Woche später bekam ich dann vom Hautarzt die Diagnose LUPUS und vom Chirugen außerdem die Diagnose „Dermatofibrosarcoma protuberans“. Auf deutsch: Krebs. 

Das war für mich natürlich ein totaler Schock. Die Krebsart, die ich mir da eingefangen hatte, ist im übrigen EXTREM selten. Der Onkologe im Krankenhaus erzählte mir dann, dass dieser Tumor einen ganz bestimmten Nährboden benötigt um wachsen zu können und zwar den Lupus! Hätte man die Diagnose früher gestellt, wäre mir vielleicht einiges erspart geblieben. Im September musste ich meinen stressigen Job kündigen, am 02.10. bekam ich die Diagnosen. Im Oktober und November folgten zwei weitere OPs und seit Dezember nehme ich täglich Resochin und absolvierte eine Strahlentherapie mit 33 Sitzungen. Das ganze ist jetzt seit 2,5 Wochen vorbei und nun versuche ich wieder, auf die Beine zu kommen… Ob mich der Lupus je wieder richtig fit werden läßt, weiß ich jedoch nicht wirklich. Am Freitag geht es wieder in die Klinik zur weiteren Besprechung…

Das war meine leidige Geschichte mit dem Lupus bis jetzt!

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