Laborwerte

Die wichtigsten Laborparameter beim SLE ohne Organbeteiligung:

Die Aussagen der Laborwerte sind nur beispielhaft zu sehen. Veränderte Werte müssen immer im Zusammenhang mit anderen Werten und Symptomen gesehen werden. Somit können einzeln veränderte Werte gar keine oder eine ganz andere Aussage haben, als hier aufgeführt. Ich möchte diese Übersicht bewusst einfach halten und habe daher nur die relevantesten Punkte berücksichtigt. 

WertAussageNormalwert
BKS (auch BSG, Blutkörperchen-senkungs-geschwindigkeit)zeigt an, ob sich im Körper eine Entzündung befindetw. < 11/20 mm
m. < 8/18 mm
Leukozytenweisse Blutkörpchen, hohe Werte deuten auf eine akute Entzündung, niedrige Werte finden sich u. a. bei Autoimmunerkrankungen4.400 – 11.300/μl
Hb (Hämoglobin)roter Blutfarbstoff, hohe Werte zeigen einen Sauerstoffmangel im Blut, niedrige Werte eine Blutarmut anw. 12,3 – 15,3 g/dl
m. 14,0 – 17,5 g/dl
Ery (Erythrozyten)rote Blutkörperchen, s. Hbw. 4,1 – 5,1 Mio./μl
m. 4,5 – 5,9 Mio./μl
Thrombo (Thrombozyten) Blutplättchen, hohe Werte zeigen eine bösartige Erkrankung an, treten nach Infektionen und Operationen auf oder unter Hormonbehandlung, wie Kortison, niedrige Werte sind bei immunolgischen Prozessen und bei Schädigung des Knochenmarks zu beobachten140.000 – 400.000/μl
Diff. (Differentialblutbild)Aufschlüsselung der Anteile der verschiedenen weissen Blutkörperchen im Blut. Die Beurteilung des Differentialblutbildes ist komplex, so dass ich hier nur ein paar allgemeine Bemerkungen machen möchte.
Granulozyten spielen bei Allergien, Parasiteninfektionen und Entzündungsreaktionen eine wichtige Rolle. Monozyten, sind Zellen die sich bei Bedarf in Fresszellen verwandeln, hohe Werte zeigen also z. B. einen immunologischen Prozess auf. Lymphozyten weisen erhöht auf eine Infektion oder Leukämie hin, erniedrigt treten sie bei Lupus, Kortisontherapie oder Krebs auf.
Seg. (segmentkernige neutrophile Granulozyten)46 -66 %
Stab. (stabkernige neutrophile Granulozyten)2 – 8 %
Eos. (eosinophile Granulozyten) 1 – 5 %
Baso. (basophile Granulozyten)0 – 1 %
Lympho (Lymphozyten) 20 – 40 %
Mono (Monozyten)2 – 10 %
CRPCRP-Werte korrelieren beim Lupus eher nicht mit der Krankheitsaktivität; wenn es deshalb im intraindividuellen Verlauf zu einem deutlichen Anstieg der CRP-Werte kommt und klinisch differentialdiagnostisch die Frage im Raum steht, ob das Fieber Ausdruck eines Lupus-Schubes oder einer Infektionskomplikation ist, deutet ein hohes CRP auf eine (in der Regel bakterielle) Infektionskomplikation. Quelle: rheuma-online.de
ANA (antinukleäre Auto- Antikörper)Auto-Antikörper gegen Zellkern-Bestandteile, die bei vielen Autoimmunkrankheiten zu finden sind. Bei aktivem Lupus findet man 99 % der Fälle ANA. Die Höhe des Wertes gibt Aussage über die Menge der im Blut befindlichen Antikörper.negativ
ds-DNS-AK (Doppelstrang-DNS-ANtikörper)Antikörper gegen Desoxyribonukleinsäure (Bestandteil des Zellkerns), Untergruppe der ANA, bei ca. 75 % der Lupus-Patienten nachweisbar. Steigt und fällt häufig mit der Aktivität des SLE. negativ
ENA (extrahierbare nukläre Auto-Antikörper)Untergruppe der ANA, zu den ENA zählen u. a. Anti-Sm-AK, Anti-nRNP, Anti-Ro und Anti-La, bei positiven ANA-Titer sollten die Untergruppen bestimmt werden, die Aufschluss über Organbeteiligung geben können, bei ca. 20 – 50 % der SLE-Patienten nachweisbar.negativ
Komplement C3 und C4Komplemente sind Proteine im Blutserum von denen es mehr als 20 gibt, im Zusammenhang mit den Immunkomplexen können die Komplemente Entzündungen auslösen, niedrige Werte weisen auf Autoimmunerkrankungen und chron. Infektionen hin, hohe Werte finden sich bei chron. Entzündungen

Ein Schub wird im Labor am ehesten nachweisbar durch die Bestimmung von C3, C4 und Doppelstrang-DNS. Steigt der D-DNS bei gleichzeitigem Abfall der Komplemente C3 und C4 signalisiert das einen Schub.