Interview mit 2.11 – Was fällt Dir zu Lupus ein

Heute habe ich mit 2.11 über Lupus gesprochen. Er wollte lieber Fragen gestellt bekommen, als einfach so zu erzählen, was ihm einfällt.
Bitte sehr, bitte gleich!

Weisst Du was Lupus ist?

Ich glaube, dass ist eine Krankheit, die ganz verschieden sein kann. Zum Beispiel kann man Lupus an den Gelenken haben. Das kann auch noch andere Sachen machen, aber ich weiss nicht so genau.

An was merkst Du denn, dass ich Lupus habe?

Dir tut öfter was weh. Manchmal bist Du richtig krank wegen Deinem Immunsystem.

Nervt Dich das manchmal?

Ja!

Warum?

Weil Du dann nicht soviel mit uns machen kannst.

Möchtest Du sonst noch etwas dazu sagen?

Nö.2.11 und Antje - Interview mit 2.11 - Was fällt Dir zu Lupus ein

Interview mit Kind 1.14

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Interview mit Kind 1.14 zum Thema Lupus

Ich fand es eine ganz spannende Idee, die Kinder zu fragen, was ihnen zum Thema Lupus so einfällt. Also hab ich sie gefragt und einfach mitgeschrieben :)!

Der Grosse macht den Anfang.

„Du hast Lupus!

Haha.

Er ist immer da. Ich weiss, dass der Lupus Dich stark einschränkt. Und dass es eine Krankheit ist, bei der Dein Körper gegen sich selbst vorgeht. Selena Gomez und Lady Gaga haben das auch. Du bloggst darüber. Du hast den Lupus schon ziemlich lange. Du musst deshalb oft zum Arzt und nimmst viele Medikamente. Oft bist Du wegen dem Lupus müde oder hast Schmerzen und bist insgesamt nicht so fit. Deine Nase ist vom Lupus rot. Durch mich hast Du gelernt, dass man mit Lupus Kinder bekommen kann. Ich war das Versuchskaninchen.“Antje und Kind 1 - Interview mit Kind 1.14 zum Thema Lupus

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Happy birthday, 1.14

Mein grosses Kind bekommt ein Update und ist nun schon 14 Jahre alt!

Wow!

Ich kann mich noch sehr genau an den positiven Test, die holprige Schwangerschaft, die Entbindung und die ersten Wochen mit Baby zuhause erinnern…

Und nun ist er eindeutig ein Pubertist, ein paar Zentimeter grösser als ich. Blauhaarig und wortgewandt. Nie um eine Antwort verlegen, blitzgescheit und stinkfaul. Ein grosser Kerl, der gern kocht und liest. Sich mit strikt ausgewählten Leuten umgibt, sich für alles und jeden interessiert, lieber weniger macht. Der die ersten Schritte ins Berufsleben macht, guckt, was für ihn infrage kommen könnte, aber doch noch ein bisschen Kind und Schüler bleiben kann und soll. Unter der rauen Schale oft ein zartes Sensibelchen mit schneller Auffassungsgabe und verrückten Ideen. Auf der Suche nach seinem Platz, nach seiner Rolle.

Hab Dich lieb, mein Grosser!Paul 14.

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Weihnachtsrituale – Familycontent

Meine Kinder stehen ja total auf Rituale. Manchmal müssen wir schon aufpassen, dass nicht aus einer Ausnahme oder einer Notlösung ein Ritual wird. Ganz schnell heisst es „aber gestern, letzte Woche, damals haben wir auch…“.
Grundsätzlich sind mir Rituale aber lieb und willkommen. Sie gehören zu unserer Familie und es gibt Alltagsrituale, Geburtstagsrituale, Besuchsrituale, Essensrituale und weiss der Geier was noch alles. Heute geht’s um Weihnachten und ich sammle hier mal, was den Kindern und auch uns wichtig ist:

Die Weihnachtszeit beginnt meist mit den Wunschzetteln. Das fällt den Kindern spätestens im November, oft schon im Oktober ein. Dann gibt es Entwürfe und Korrekturen und Ergänzungen, bis wir die Zettel spätestens Anfang Dezember wegschicken.

Geschmückt wird vor dem ersten Advent. Das mache ich meist allein, aber es gibt ein paar Dinge, die unbedingt da sein müssen – auch Basteleien der Kinder aus der Schule oder noch aus dem Kindergarten.BasteleienMit dem Adventskranz experimentiere ich gern herum. Der darf ruhig modern und jedes Jahr anders sein, die Kinder sind da spiessiger :).Advents-Nicht-KranzAdvents-nicht-KranzAm ersten Advent wird natürlich die erste Kerze angezündet. Meist spielen wir etwas und essen erste Kekse. Vor allen Dingen beginnen wir am ersten Advent aber mit dem allabendlichen Vorlesen. Nach dem gemeinsamen Abendessen räumen wir gemeinsam ab (sonst gibt es einen Tischdienst) und setzen uns wieder zusammen um ein Weihnachtsbuch zu lesen. Im letzten Jahr lasen wir 

, dieses Jahr gab es  .Vorlesen ist tollNikolaus findet bei uns ganz klassisch statt. Die Kinder putzen am Vorabend die Schuhe (nicht ohne nach ihrem grössten Schuh/Stiefel gefahndet zu haben) und finden am Morgen ein kleines Geschenk und eine Süssigkeit. Meist ein Buch oder ein Wandkalender und ein Schokoweihnachtsmann. Von den Grosseltern gibt es noch eine Menge Süsskram dazu – fertig. Mitunter findet auch der ein oder andere Erwachsene eine Kleinigkeit im Schuh.

Eine Pflichtveranstaltung ist der Einkauf mit den Kindern. Wir fahren in ein Einkaufszentrum und erledigen die Weihnachtseinkäufe der Kinder, wobei sie dann abwechselnd vom Hausmeister und mir begleitet werden, sehr beschäftigt sind und kaum erwarten können, die Geschenke zu verteilen. Seit 2 Jahren beschenken sie sich auch gegenseitig mit Kleinigkeiten – das ist sehr niedlich.

Natürlich gibt es einen Adventskalender. Den der Kinder stelle ich selbst zusammen. Ich habe Girlanden aus kleinen Geschenktüten gebunden, die benutze ich jedes Jahr wieder. Gefüllt werden sie mit Süssigkeiten und kleinen Spielereien, die ich übers Jahr immer mal wieder besorge. So wird es nicht so teuer. Der Hausmeister a. D. bekommt auch einen, manchmal stelle ich selbst etwas zusammen, manchmal kaufe ich auch einen passenden Kalender. Und ich erwichtele mir meinen Kalender im Rabenforum – auch ein kompliziertes Ritual :).AdventskalenderAuch in der Schule gibt es Weihnachtsrituale: es wird gewichtelt, Montags morgens gemeinsam auf dem Schulhof gesungen, die Klasse wird mit Basteleien geschmückt, es gibt eine Weihnachtsfeier mit Eltern und am letzten Schultag ein Festessen, zu dem auch die Eltern kommen können.

Kekse backe ich am liebsten allein… Auch das schon fast ein Ritual. Meist machen die Kinder doch einmal mit, alles klebt und ist schmutzig und am Ende stehe ich allein da. Nun ja – muss so sein :).KeksdekoEinen Baum gibt es auch. Wir holen ihn aber erst kurz vor Weihnachten und schmücken ihn am 23. Dezember. Ich habe da immer so meine Vorstellungen, die Kinder funken dazwischen, der Hausmeister a. D. kommt zu spät und es gibt Popcorn :).Oh TannenbaumHeiligabend feiern wir zuhause. Seitdem wir nicht mehr in Hannover wohnen sind wir unter uns. Der Tag beginnt gemächlich, die Männer geraten irgendwann in Stress, weil sie ihre Geschenke noch einpacken müssen. Wir schauen einen Film oder jeder daddelt vor sich hin. Dann bereiten Kind 1.13 und ich langsam das Raclette vor und wir spielen noch etwas.
Die Bescherung variiert immer etwas. Einmal lagen die Geschenke schon morgens unterm Baum – die Kinder sind fast kollabiert, weil sie nicht sofort auspacken durften. Einmal stand der Weihnachtsmann mitten im Wohnzimmer und die lauten Knaben waren plötzlich ganz ganz leise. Meist steht aber irgendwann irgendwo ein Sack herum und wir wissen nicht woher er kam…WeihnachtsmannNach einigen Papierschlachten, bei denen jeder sich im Eiltempo durch seine Geschenke wuselte, haben wir für das Auspacken ein Ritual eingeführt: die Kinder bringen sich gegenseitig reihum ein Geschenk, der Beschenkte packt aus, die anderen gucken zu. Das hat das Chaos sehr eingedämmt und auch zu mehr Wertschätzung geführt.HäuschensammlungDann gibt es Raclette und wer kurz vorm Platzen ist, darf mit seinen Geschenken spielen gehen.

Am ersten Weihnachtstag gibt es Entenbrust mit Orangensauce. Was bei den Erwachsenen zu vielen Ah’s und Oh’s führt und bei den Kindern zu vielen Äh’s und Bäh’s ;), die bekommen dann also ein Alternativessen.

Am zweiten Weihnachtstag fahren wir manchmal zu den Schwiegereltern und bleiben einige Tage auf Rügen. Ansonsten geniessen wir die ruhige Zeit zwischen den Feiertagen zuhause und machen es uns schön.

Also – macht es Euch gemütlich  ♡

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Gartenspielzeug – Familycontent

Ha, die Saison neigt sich dem Ende entgegen und schon komme ich mit diesem Artikel um die Ecke geschossen…
Doch nachdem die Kinder gestern wieder zu acht auf dem Trampolin rumtobten (jaja, völlig verboten, gefährlich und schlimm – ich weiss) und ich den Himmel für diese Anschaffung pries, sprang mich das Thema einfach an :). Ausserdem gibt es den ganzen Sommerkram ja jetzt zum Herbst hin meist reduziert, vielleicht lohnt sich die ein oder andere antizyklische Anschaffung.
Zur Illustration verlinke ich über mein Amazon-Partnerkonto einige passende Geräte (mit *) gekennzeichnet :).

Unsere Hitliste:

1. Trampolin

Hudora Trampolin 400 (*)

Unser Trampolin hat jetzt die 3. Saison unter Hardcorebedingungen bei uns überstanden und sieht momentan ein bisschen runtergerockt aus :). Es ist (ausser bei Regen) in täglicher Benutzung durch mindestens 2 Kinder, oft auch durch mehr. Es steht auch den Winter über draussen und hat das einigermassen verkraftet. Die Abdeckung ist nun nicht mehr richtig fit und auch die Netze müssen neu befestigt werden. Die Sprungdecke und das Gestell sind aber noch tiptop, da kann man echt nicht meckern!
Das Trampolin ist definitiv die beste Spielzeuganschaffung, die wir jemals gemacht haben und hat sich total gelohnt.

2. Tor

HUDORA Fußball-Tor (*)

Das Tor wird auch sehr gern und oft benutzt, nur haben wir – zum Leidwesen von Kind 2.11 – nur einen echten Fussballfan hier, so dass es in der Gesamtsumme nicht auf den ersten Platz kommt ;). Auch hier sind wir bei Hudora gelandet, mehr aus Zufall und zufrieden. Nach ebenfalls drei Jahren ist lediglich ein Stoffteil mit dem Markennamen abgerissen, das Tor ist völlig in Ordnung und überwintert auch draussen. Das Kind hätte gern ein 2. Tor, für „richtige“ Spiele, dafür mangelt es uns aber an ebenerdiger Stellfläche.

3. Schaukel

Derzeit haben wir einen Schaukelsitz (so eine Art Hängematte zum Sitzen) im Apfelbaum hängen, wir wechseln mit Schaukelteller und klassischer Schaukel ab. Ich bin sicher ein richtiges Schaukelgerüst wäre in täglicher Benutzung, leider fehlt auch da wieder die ebene Fläche. Trotzdem ist jede der Möglichkeiten sehr beliebt und wird von allen regelmässig genutzt.

4. Hängematte

In unserem alten Garten hatten die beiden grösseren Kinder jeweils eine Hängematte hängen, die sehr viel genutzt wurde. Und auch wir Erwachsenen haben gern darin ein Weilchen abgehangen :). Im Moment fehlen uns die passenden Aufhängemöglichkeiten, da wir nur einen großen Baum im Garten haben. Die Gestelle, die es zu kaufen gibt, sind eher nicht für die Tobereien von drei wilden Kerlen geeignet…

5. Sandkasten

Kinderklassiker! Im alten Garten von allen Kinder heiss geliebt und täglich genutzt. Dort hatten wir ein Modell mit Abdeckung, dass nicht nur die Katzen auf Toilettensuche abhielt, sondern auch dafür sorgte, dass der Sand nicht zu nass und dreckig wurde.
Im neuen Garten haben wir ein kleines selbstgebautes Modell (da nur noch ein Kind im Sandkastenalter ist) ohne Abdeckung. Und das macht leider viel aus. Nach jedem Regen verfestigt sich der Sand mehr, liegt Laub und Dreck darin und der Sandkasten wird nur selten bespielt. Also klare Kaufempfehlung, aber unbedingt mit Abdeckmöglichkeit!

6. Planschbecken

Viele Sommer lang unverzichtbar in unserem Garten, wir haben viele eher einfache Modelle getestet, mehr als eine Saison hielten sie meist nicht. Oft hatten wir ein grösseres und ein kleineres Modell stehen oder zusätzlich Maurerkübel mit Wasser. Bis die grossen Jungs so 9/10 Jahre alt wurden, war das immer der Hit. Diesen Sommer ist unser letztes Planschbecken kaputt gegangen und ich denke, ich werde es nicht mehr ersetzen. Wir sind zu oft am Strand, die grossen Kinder spielen eh nicht mehr damit und der kleine Junge hat auch kein rechtes Interesse mehr gezeigt. Auf seinen Wunsch haben wir eine günstige Wasserrutsche (*) angeschafft, grosser Spass für alle :), da mögen auch die grossen Kerle nochmal ran! Zur Haltbarkeit kann ich noch nichts sagen. Wir hatten ein anderes Modell schon mal am früheren Wohnort, das hielt (zum Verdruss des lärmempfindlichen Nachbarn) ca. 3 Sommer.

7. Twistball

HUDORA Twistball-Set inkl. 2 Twistball-Schläger 

Das war sehr beliebt, nur leider nicht sehr haltbar, zuerst riss die Schnur zu Ball 1, 2 und 3. Dann brach auch noch die Stange… Scheinbar nicht für den Dauergebrauch draussen und die Spielvarianten meiner Kinder geeignet. Schade eigentlich ;).

 

Womit spielen denn Eure Kinder draussen am Liebsten?

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Happy birthday, 2.11

Ungeduldig wurde dieser Geburtstag von unserem Mittelkind erwartet!

Unser Pühchen (das gar nicht mehr gerne so genannt wird) ist tatsächlich schon 11Jahre alt und natürlich liegt auch dieser Geburtstag wieder mitten in den Sommerferien. Das ärgert das Kind manchmal. Dass es nie an seinem tatsächlichen Geburtstag mit seinen Freunden feiern kann.

Gewünscht hat er sich nicht viel, bekommen wird er Klamotten, Nintendoguthaben, ein Trikot, einen Kinogutschein, ein Spiel und etwas zu lesen.

Ausserdem fahren wir morgen auf seinen Wunsch ins Legoland, das ist dann auch ein bisschen der Ersatz für die ausgefallene Feier.

In die 6. Klasse kommt er schon. In seiner Schule und vor allen Dingen in seiner Klasse fühlt er sich so richtig wohl Er hat viele Freunde und ist sehr eingebunden. Am liebsten spielt er Fussball auf dem Hof, der Schuhverschleiss dieses Kindes wird uns die Rente kosten ;). Aber auch Englisch und Sport und Geschichte mag er gern und in Mathe ist er auch ganz gut, solange es nicht um Geometrie geht. Zeichnen, Ordnung, Übersicht das sind nicht seine Stärken, aber er hat seine motorischen Schwächen inzwischen toll kompensiert.

Ansonsten liebt er es zu daddeln, Fifa und ähnliches oder die unvermeidlichen Apps am Handy. Doch auch Besuch hat er gern, am liebsten jemanden zum Kicken, das machen seine Brüder nicht gern. Spielzeug ist kein Thema mehr, aber mit dem kleinen Bruder kann man durchaus noch mal mitspielen. Die Katzen liebt er sehr und sie ihn, oft schläft die ein oder andere in seinem Bett. Beim Essen ist er noch immer der Mäkeligste, ernährt sich aber durch seinen hohen Rohkost- und Obstkonsum durchaus gesund ;).

Ich bin gespannt auf seine ersten Schritte Richtung Teenager ♡!

Happy birthday, 2.11!

Jungs mit langen Haaren

Kind 3.7 hat lange Haare. Lange blonde, leicht gewellte Haare. Er trug lange Glatze, dann ebenso lange etwas Flaum und als die Haare endlich wuchsen, war er alt genug eine Meinung zu haben ;). Er mag seine Haare und das auch schon immer und darum sind sie dran und lang. Ihm wurden erst einmal im Leben die Spitzen geschnitten und er möchte es nicht anders.Kind 3.7

Nun sollte man meinen, das wäre das Ende der Geschichte. Ist es aber nicht.

Letzte Woche waren wir auf der Kieler Woche und er beobachtete eine Frau, die bunte Strähnen in Haare flocht. Sie sprach ihn (und uns) schliesslich an und fragte, ob ER denn vielleicht auch eine bunte Strähne wolle, seine Haare seien ja schliesslich lang genug. Er wollte nicht und wir gingen weiter. Das „Spektakuläre“ daran war, dass die Frau „er“ gesagt hatte. Keiner von uns konnte sich dran erinnern, das dieser Junge jemals von jemanden, der ihn nicht kannte, korrekt als „er“ bezeichnet worden wäre. Das ist schon krass, oder?

Bürsten nervt manchmal

Das Gebürste nervt ihn manchmal.

Das Kind ist damit vertraut und recht abgeklärt. Kindern erklärt er gerne mal, dass er ein Junge ist und als solcher durchaus auch lange Haare haben kann. Bei Erwachsenen ignoriert er Sprüche, wie „die Kleine“ und „bella signorina“ und macht sich auch nichts draus.
Klären wir Erwachsene auf, hören wir öfter, dass die Haare ja langsam mal ab müssten, er ja wie ein Mädchen aussähe oder aber, dass sie ja spätestens dann kurz müssten, wenn er in die Schule käme. (Die Frist ist nun abgelaufen ;)) Jedenfalls hat jeder eine Meinung dazu und findet es ganz normal, dass er/sie zuerst an ein Mädchen dachte, weil ja nun mal normalerweise nur Mädchen lange Haare haben.

Spannend, wer hätte gedacht, dass lange Haare so ein Dauerthema sind!

Wie es ist – Lupus, Kinder und schlechte Tage

Was macht man an schlechten Tagen mit den Kindern?

Am Freitag ging es mir – natürlich urplötzlich – mies. Ich war müde und die Fingergelenke schmerzten und überhaupt war ich nicht richtig da. Und während ich den Vormittag ruhig hinter mich bringen konnte, war nachmittags eigentlich mein Einsatz geplant.
Der Hausmeister a. D. nahm mir die Fahrt zum Hafen ab und sammelte die Kinder ein. Zuhause angekommen chillten sie sich erstmal in Wochenendstimmung und daddelten. Das ist natürlich kein tagesfüllendes Programm – zumindest meiner Meinung nach ;).
Und so bat ich um ihre Mithilfe. Ich legte mich hin, die Kinder hatten jeder eine Aufgabe zu erfüllen und durften danach ihrer Wege ziehen, sollten mich aber bitte ausruhen lassen. Den grossen Sohn bat ich zusätzlich das Abendbrot zu übernehmen, das kann er schon gut. Und während er den Nachmittag in seinem Zimmer verbrachte, liefen die kleinen Brüder rein und raus, spielten drinnen und draussen, kamen auch immer mal wieder zu mir, zogen dann aber wieder von dannen und vertrugen sich sogar einigermassen.

Ich bin sehr froh, dass das heute so gut klappt! Die Kinder wissen und verstehen, dass ich immer mal wieder ausfalle oder nicht so kann wie ich will und versuchen zumindest mitzuhelfen und zu kooperieren.

Als die Kinder noch kleiner waren, sprang öfter meine Mutter ein oder auch der Hausmeister a. D. Aber es gab auch immer wieder Tage, an denen ich nicht fit war und trotzdem die Kinder hatte.
Kam es ganz schlimm, legte ich mich auf die Couch und gab den Kindern eine Kiste mit Spielzeug, die ich nur für diese Zwecke hatte. Das funktionierte meistens eine Weile ganz gut. Vorlesen ging auch immer oder ich setzte sie einfach in die Wanne, da waren sie auch eine Zeitlang gut beschäftigt. Alternativ hatten wir einen Spielplatz sehr nah an der Wohnung. Dort konnte ich auch mit Knie, Hüfte, Rücken hin, mich auf eine Bank setzen und die Kinder ein bisschen auslüften und toben lassen.
Für kleinere Kinder eignen sich auch super Steckspiele, oder dieses BIldernageln oder auch Steckbauklötze. Solche Sachen hatte ich immer separat liegen, also nicht im täglichen Einsatz, dann sind sie interessanter, wenn man sie mal braucht. Stecksteine - Wie es ist - Lupus, Kinder und schlechte TageMalen geht auch, zumindest die beiden jüngeren Kinder lassen sich darauf noch gerne ein. Am besten funktioniert es, wenn ich ihnen alles hinstelle und sie am Esstisch loslegen können.
Essen bringt dann schon mal der Bringdienst. Oder – wenn das Budget zu eng war – bunkere ich noch heute eine Packung Miracoli oder Pizza für Notmahlzeiten, die den Kindern eigentlich immer sehr recht sind ;).

Ich achte sehr darauf, dass wir nicht zu viele Verpflichtungen haben. Musik-, bzw Instrumentalunterricht haben die Kinder zum Glück in der Schule. Dafür müssen wir nirgendwo hinfahren. Sport machen alle drei das Gleiche – Wing Tai. Ich hole sie einmal in der Woche von der Schule ab und fahre sie zum Training, wo die Jungs dann nacheinander ihre Stunden haben.
Die Wartezeit verbringe ich mit den verbliebenen Kindern in der Stadt oder im Park und am Abend fahren wir wieder nach Hause. Das ist immer ein langer Tag, aber der Einzige an dem wir verpflichtend regelmässig irgendwo hin müssen. Das Programm, das manche Kinder hier machen (mehrere Instrumente, verschiedene Sportarten) und überall hin gefahren müssen, könnte und wollte ich nicht.

Die Abendtermine = Elternabende und Elterngespräche, Konzerte und Feste decken wir mittlerweile meist gemeinsam oder abwechselnd ab. Das funktioniert ganz prima.

Aus der Reihe: Wie es ist

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Kindergeburtstag – wir feiern dreimal im Jahr

Wenn ich mich nicht verzählt habe, haben wir diesen Monat den 30. Kindergeburtstag gefeiert… Ich verstehe mich als Vollprofi ;).

Anzahl der Gäste

Zu Beginn unserer Kindergeburtstagsveranstaltungslaufbahn haben wir uns mit der Zahl der Gäste klassisch am Alter des Kindes orientiert, 5 Jahre = 5 Gäste oder je alt desto Gast.
Inzwischen sind wir aber dazu übergegangen nach der Art des Geburtstags zu gehen: je teurer die Veranstaltung desto weniger Gäste. Ob jetzt ein oder zwei Kinder mehr im Garten rumspringen ist letztendlich egal. Bei einem Geburtstag im CinemaxX oder Zoo Hannover oder ähnlich hochpreisigen Veranstaltungen überlege ich mit dem Kind schon ganz genau, wieviele Gäste es einlädt. Möchte es dann doch lieber mehr Gäste, findet sich meist auch eine Veranstaltungsalternative, z. B. Kino zuhause.

Zeitpunkt

Wir feiern meist am Wochenende, was aber auch daran liegt, dass unsere Kinder  spät Schulschluss haben und viele Gäste einen weiten Weg.
Die Uhrzeit richtet sich nach der Art der Veranstaltung. Den letzten Zuhausegeburtstag mit vielen Kindern haben wir von 11.00 bis 16.00 gefeiert. Das fand ich prima, genug Zeit für Vorbereitungen, das Geburtstagskind muss aber nicht den halben Tag rumhibbeln, wann  denn nun seine Gäste kommen und nachmittags ist wieder Ruhe im Karton ;).
Wir versuchen nah am Geburtstag zu feiern, also am nächsten Wochenende. Bei uns naht sonst meist schon die nächste Feierlichkeit und man hat mit dem letzten Geburtstag noch nicht abgeschlossen und auch die Kinder möchten gern nah an ihrem Geburtstag feiern. Nur bei dem Mittelkind, das Anfang August Geburtstag hat, gelingt das oft nicht. Sein Geburtstag liegt fast immer in den Sommerferien. Wir machen dann meist etwas, was er sich wünscht, an seinem Geburtstag mit der Familie und er feiert nach den Ferien mit seinen Freunden.

Was machen wir am Kindergeburtstag

Mit den ganz kleinen Kindern haben wir meist innerhalb der Familie gefeiert, mal kamen die Cousinen dazu, mal die „Freunde“ aus der Pekipgruppe. Es gab Ballons und Kuchen und Geschenke und damit waren die kleinen Geburtstagskinder dann auch schon gut ausgelastet.

Ab Kindergartenalter wurde „richtig“ gefeiert. Entweder Zuhause als klassischer Kindergeburtstag mit ein paar Spielen und Kuchen. Hier hat sich immer weniger als mehr erwiesen. Gegessen wird eh nur in kleinen Hapsen und ein paar Spiele sind gut, falls es mal stockt, im Wesentlichen wollen die Kinder aber miteinander spielen und das gerne draussen. Oder es wurde gleich im Indoor-Spielplatz gefeiert, was ich hasse (so LAUT), meine Kinder aber liebten. Immerhin ist es wenig arbeitsintensiv, die Kinder kommen an, verschwinden, kommen wieder um zu essen oder zu trinken und sind wieder weg. Gegen Abend gibt es Fast Food, fertig.

Im Grundschulalter ging es zunächst ähnlich weiter, im Indoorspielplatz wurde dann schon mal ein Fussballturnier ausgefochten und die unorganisierten Kindergeburtage zuhause wurden zu Themenpartys. Unsere Star Wars Party war heiss geliebt und der Pokemongeburtstag neulich war auch gut.

Zum Zuhausegeburtstag gehört bei unseren Kindern zwingend eine Pinata und eine Schatzsuche, da findet man viele Anregungen im Internet. Soll es ein Themengeburtstag werden, unbedingt bei Pinterest suchen. Dort findet man so viele Anregungen zu Dekorationen, Essen und Spielen, dass man gar nicht weiss wo man anfangen soll.
Gut angekommen sind hier Apfelfischen, Pizza belegen und bis ca. 8 Jahre auch T-Shirts bemalen. Draussen geht auch immer, endet die Schatzsuche auf einem Spielplatz oder am Strand sind die Kinder erstmal eine Weile beschäftigt und zufrieden.
Was wir auch oft gemacht haben: den Boden eines Zimmers voller Luftballons oder auch den Boden des Trampolins, da kann man so richtig Chaos und Krach machen – sehr beliebt!

Ausserdem haben wir schon im Serengeti-Park gefeiert, auf einem Obsthof, im Zoo, auf dem Spielplatz, am Strand, im Kino und bei Hannover 96. Einmal kam jemand zu uns nach Hause und hat mit den Jungs Geocaching gemacht und wir waren auch schon im Freizeitpark, da hatte sich das Mittelkind nur einen Gast gewünscht.

In vielen Museen werden tolle Aktionen zu Kindergeburtstagen angeboten, leider konnte ich meine wilden Kerle nie von so etwas überzeugen ;). Hier bei uns bieten auch einige Bauernhöfe Kindergeburtstage an, mit Ponyreiten oder Tierfütterung und Picknick, das werden wir vielleicht auch nochmal ausprobieren. Wenn Ihr Eure Stadt und Kindergeburtstag googelt findet Ihr ganz viele Möglichkeiten für organisierte Geburtstage.

Essen

Wir hatten bisher immer zuviel Essen… Die Kinder sind einfach zu aufgedreht und aufgeregt um lange zu sitzen und essen. Ich bin dazu übergegangen ein  „Buffet“ mit Süssigkeiten oder Kuchen, Obst und herzhaften Sachen, wie Würstchen oder Frikadellen hinzustellen, so dass sich die Kinder zwischendurch einen Happen schnappen können.

Auch für die Schule gibt es Klassiker, wird man hier zu modern oder exotisch trauen sich viele Kinder nicht ran. Also gibt es Muffins oder Waffelkuchen, Obstspiesse oder Cookies.

Geschenke

Sind alle Gäste aus einem Stadtteil, Dorf o. ä. kann man eine Geschenkekiste aufstellen. Dann sollte man aber darauf achten, dass ausreichend kleinpreisige Sachen dabei sind, sonst steht der Letzte dumm da und muss das teure Geschenk nehmen, das sonst keine nahm…
Unsere Kinder lassen sich auch gern überraschen, dann geben wir nur ein paar Anhaltspunkte – z. B.  er liest zur Zeit gern Comicromane, alles mit Fussball oder auch Scherzartikel sind zur Zeit der Hit! 3.7 bekam von seinen Freunden gleich 3 Glubschietiere und war damit sehr sehr sehr zufrieden ;)!

Mitgebsel

Nicht übertreiben! Wir gucken meist, dass das Mitgebsel zu dem Thema oder der Aktion des Geburtstags passt. Bei der Pokeparty gab es also Pokebälle usw. Sehr gefreut haben sich meine Kinder immer, wenn es Pflanzen als Mitgebsel gab. Das scheint irgendwie cool zu sein, einmal brachte das Mittelkind eine Hyazinthe mit, die haben wir in den Garten gepflanzt und jedes Jahr wenn sie blüht, denkt er an den Geburtstag :). Neulich bekam er eine Erdbeerpflanze und freut sich schon auf die Ernte ;)!
Ansonsten ist natürlich der Schatz geeignet Mitgebsel zu generieren oder die Pinata oder auch etwas das die Kinder beim Geburtstag gebastelt haben.
Bei unserer Starwars-Party haben wir Fotos der Kinder gemacht und online bearbeitet und gedruckt – der Hit.

Helfer

Gerade bei kleineren Kindern ist eine helfende Hand sehr gut! Wir machen die Geburtstage meist zu Zweit oder teilen uns die Arbeit (einer geht mit ins Kino, einer bereitet das Essen vor). Als ich noch ein Baby zusätzlich dabei hatte, hat auch meine Mutter mitgeholfen.

Traditionen

Rund um den Geburtstag gibt es bei uns viele Traditionen. Das Geburtstagskind wird morgens mit einem Geburtstagslied geweckt, bekommt eine Krone und einen Umhang und darf dann seinen Geburtstagstisch mit den Geschenken und Frühstück bewundern. Wenn nicht am gleichen Tag der Kindergeburtstag stattfindet, darf es sich das Essen wünschen oder das Restaurant. Natürlich gibt es auch Kuchen nach Wunsch. Auch bei der Party bestimmen die Kinder, was, mit wem und wo, das sprechen wir genau durch.

Und wie feiert Ihr so?

Happy birthday 3.7

Wir feiern heute Geburtstag!Pfauenkuchen zum Frühstück

Unser jüngstes Kind ist nun tatsächlich schon 7 Jahre alt (und wir feiern am Wochenende unseren 30. Kindergeburtstag...) und war gestern Abend mächtig aufgeregt!

Er hatte keine spezifischen Wünsche, ausser einer Ukulele (warum auch immer). Und so habe ich das ganze Wochenende (ich war allein zuhause) gewerkelt und geräumt und aufgebaut und am Ende bekam er einen neuen Schreibtisch, eine Maltafel (er ist maltechnisch, als Waldkind und Grobmotoriker, eher ein Spätberufener ;)) und eine Ukulele und ein paar Kleinigkeiten.

Die Nacht durfte er bei uns verbringen, denn sein Zimmer war Sperrgebiet und heute morgen war die Überraschung bei der Begehung seines erneuerten Reichs gross. Er schien zufrieden :)!

Nun ist er – schwer bepackt mit Ranzen, Geige und einem Haufen Waffelkuchen – in die Schule gefahren und wie wir den Nachmittag gestalten, wissen wir noch gar nicht so genau. Ich bin für Strand und Eis, das Kind redete vom Indoor-Spielplatz – ächz. Auf jeden Fall gibt es heute Abend die gewünschten Wraps und am Samstag eine Pokemonparty mit seinen Freunden.

Zur Schule geht der Knabe wirklich gern, Rechnen kann er wie ein Grosser, das Lesen lernt er langsamer als seine Brüder, aber beim dritten Kind hat man da auch keinen  Stress. Das kommt schon alles ;). Geige lernt er in der Schule, zuhause üben mag er aber nicht – schade. Seit einem halben Jahr macht er nun auch einen Kampfsport – wie seine grossen Brüder. Und wir haben endlich einen Indoor-Schwimmkurs gefunden und begonnen. Das Outdoor-Training gestaltete sich ja über zwei Sommer sehr schwierig, das Wetter spielte einfach nicht mit… Die Idee in der Ostsee schwimmen zu lernen finde ich immer noch toll, einmal konnte er beim Schwimmen sogar ein U-Boot passieren sehen!

Ansonsten liebt er das Trampolin und wenn seine Brüder mit ihm spielen. Und Besuch. Und Daddeln, seine Glitzeraugentiere, unsere Katzen, lange Schlafen, Freunde besuchen, seine langen Haare und Spaghetti mit Tomatensauce.

Happy birthday, 3.7!