Grosser Mist- Wie es ist

Ich fahre mit angezogener Handbremse. Seit Wochen und Monaten. Eigentlich schon seit letztem Jahr. Die wandernden Gelenkschmerzen wollen einfach nicht gehen. Zuerst waren es hauptsächlich die Knie und wechselnde Finger, jetzt sind es die Schultern und die Finger.

Mein sogenannter chronischer Verlauf zeigt sich gerade eher schubhaft.

Schon zweimal bin ich mit dem Cortison hoch und wieder runter, ohne dass sich wirklich etwas tat. Mein Magen ist eine dauerzickende Diva – so muss ich mit Schmerzmitteln sehr vorsichtig sein, bzw. nehme sie fast gar nicht.

Seit Wochen, nein, eigentlich seit Monaten schiebe ich die Vereinbarung einiger Termine vor mir her.

Ich muss mir einen neuen Rheumatologen suchen (warum) und einen Pulmologen auch. Bei diesen Terminen ist die Hemmschwelle besonders hoch – neuer Arzt, neue Probleme…

Aber weil ich so grosse Hemmungen habe mich neuen Ärzten auszuliefern, habe ich das geschoben und geschoben und nun habe ich keinen Arzt. Was ein bisschen doof ist. Andererseits hätte die komische Ärztin mir vermutlich auch nicht weitergeholfen.

Ich tue so wenig, wie es mir möglich ist. Doch mein Alltag ist nicht darauf ausgelegt nichts zu tun und ich tue auch nicht gerne nichts. Mein Kopf ist voller Projekte, mein Körper sagt nein.

Und so hangele ich mich von Tag zu Tag, fühle jeden Morgen vorsichtig in mich hinein, wie es denn heute ist.

Schmerz macht müde. Und Schmerz nimmt viel Platz ein. So ist es gerade.

Wie es auch noch ist


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