Alltag unter Coronabedingungen – wie es ist

Masken - Alltag unter Coronabedingungen - wie es ist

Gar nicht soo anders – einerseits.

Denn auch im coronafreien Alltag unternehme ich nicht wirklich viel, beschränken sich meine Sozialkontakte auf die Familie, NachbarInnen, ein paar Bekannte und die KollgInnen. Unter der Woche gehe ich praktisch nie aus und am Wochenende vielleicht viermal im Jahr. Viele unserer normalen Ausflüge können wir trotzdem machen, denn wir sind oft draussen am Strand oder in der Natur unterwegs.
Waren die Kinder bis zu den Sommerferien zuhause, gehen sie seitdem wieder normal zur Schule. Sie müssen eine Maske tragen, während der Fahrt, im Unterricht und in den Pausen. Alles andere läuft normal in der Schule.
Da ich meinen Job in der Coronazeit begonnen habe, kann ich nicht sagen, ob es dort Veränderungen gibt – für mich jedenfalls nicht ;).
Der Einkauf ist mir lästig geworden, zu Beginn der Pandemie erledigte der Hausmeister a. D. das. Aber das dauerte ewig, er mochte es nicht gerne und stur nach Zettel einkaufen ist auch sehr unflexibel. Jetzt gehe ich wieder einkaufen, wenn es geht ganz früh.
Unsere Familien haben wir im Sommerloch besucht bzw. sie uns besucht.
Den Garten hatten wir zwischenzeitlich sehr gut im Schuss ;). Und auch der Haushalt ist trotz meines Schubs im Frühjahr und Sommer ganz in Ordnung.
Arztbesuche funktionieren hier überall problemlos, Maske auf, wenig Wartezeiten – finde ich ganz okay.
Glück haben wir auch in einem Bundesland zu leben, das verhältnismässig dünn besiedelt ist und eher niedrige Werte aufweist. Unser Landkreis sogar in besonderem Maße.
Und es ist auch ein grosses Glück so landschaftlich schön mit Wald und Strand und Garten zu wohnen. Das geniessen wir sowieso, da es ja eine bewusste Entscheidung war, aber in diesem Jahr ganz besonders.

Andererseits gibt es schon einiges was fehlt oder nervt!

Mich nervt die fehlende Planbarkeit von Besuchen oder Veranstaltungen. Warten finde ich okay, wenn ein Ende iiiiiirgendwann absehbar wäre.
Sehr anstrengend bis extremst ärgerlich erlebe ich die Maskengegner, Pandemieleugner. Sie sind überall, sogar in der Familie tauchen plötzlich ganz fragwürdige Meinungen auf. In der Schule gibt es Onlineelternabende (inoffiziell, aber gut getarnt) dazu. Ich bekomme offizielle Schulmails, in denen sich die LehrerInnen quasi entschuldigen, dass sie Kinder, die keine Maske tragen „dürfen“ anhalten, Abstand zu halten. Bei jeder Unterhaltung argwöhne ich inzwischen, ob da gleich etwas fragwürdig bis anstössiges oder gar rechtes und/oder verschwurbeltes Gedankengut kommt. Und die ganzen Nasenbären oder noch liebevoller Pimmelnasen all überall…
Homeschooling fand ich anstrengend. Aber nicht wegen der Kinder, die alles gegeben haben, um das gut hinzubekommen. Sondern wegen der Schule, die alles gegeben, aber nichts hinbekommen hat.
Ich würde mir wünschen, dass die Schule ein geschützterer Ort wäre. Wo die Kinder sich sicher fühlen und nicht noch extra vorsichtig –  für die anderen mit – sein müssen.
Die Unbekümmertheit fehlt, die Spontanität, die kleinen zufälligen Begegnungen, die oft meinen Alltag aufhellen.
Im Sommer sind mir die ganzen Ausflügler auf den Keks gegangen, die dafür sorgten, dass „unser“ kleiner Haus- und Hofstrand so überlaufen war, dass wir uns nicht hintrauten. Das nahm uns tatsächlich eine kleine Freiheit, die eher eine Annehmlichkeit ist.

Ich schrub schon einmal über Corona.
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